Seit Jahren zählt Jack Dorsey zu den prominentesten Bitcoin-Befürwortern der Tech-Branche und baut auch sein Unternehmen Block immer stärker um die Kryptowährung aus. Jetzt soll ein Teil des Krypto-Geschäfts sogar unter die direkte Aufsicht einer US-Bankenbehörde kommen. Block hat beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) die Gründung einer nationalen Trust Bank beantragt, die unter anderem Bitcoin und Stablecoins verwahren soll.
Die geplante Builders Bank & Trust ist allerdings nicht als klassische Geschäftsbank gedacht. Sie soll sich ausschließlich auf die Verwahrung von Vermögenswerten und Treuhanddienstleistungen, ohne private Kundeneinlagen oder die Ausgabe von Krediten, konzentrieren. Für Block liegt der entscheidende Vorteil dabei vor allem in der Regulierung durch das OCC, was dem Unternehmen einen einheitlichen Aufsichtsrahmen für bestimmte Verwahrungsaktivitäten gibt, die Dorseys Firma bereits heute teilweise anbietet. Bei wachsendem Geschäft müsste der Zahlungsdienstleister entsprechende Dienstleistungen damit nicht mehr ausschließlich über unterschiedliche regulatorische Strukturen organisieren.
Block besitzt bereits eine eigene Bank.
Bereits seit 2021 betreibt das Unternehmen mit Square Financial Services eine eigene, in Utah zugelassene Industriebank. Anders als die geplante Builders Bank ist sie jedoch FDIC-versichert ist und deckt damit einen anderen Bankenbereich ab, über den unter anderem Kredite und andere Sparprodukte über Square Loans und Cash App Borrow ausgegeben werden dürfen.
Über die beiden Produkte zusammen hat Block seit dem Start Kredite im Volumen von mehr als 20 Millionen US-Dollar vergeben. Dieser Bereich bleibt von der neuen Builders Bank jedoch unberührt. Die neue Bank schafft lediglich einen zweiten regulatorischen Rahmen für Bereiche, die nicht zum klassischen Kredit- und Einlagengeschäft gehören.
