Die Ethereum Foundation will Ethereum bis Ende 2029 gegen mögliche Angriffe durch Quantencomputer absichern. Das geht aus einem aktuellen Blogbeitrag hervor. Die Umstellung soll alle zentralen Bereiche der Blockchain erfassen, darunter Transaktionen, die Abstimmung der Validatoren über gültige Blöcke und die Verarbeitung der Daten.
Leistungsfähige Quantencomputer stellen langfristig ein Sicherheitsrisiko für Ethereum und andere Blockchains dar, da sie die heute verwendeten kryptografischen Verfahren angreifen könnten. Wann Quantencomputer dazu imstande sind, lässt sich noch nicht absehen.
So soll Ethereum quantensicher werden
Die Ethereum Foundation plant deshalb vorsorglich mit einem frühen Szenario. “Der Q-Day lässt sich nicht terminieren. Deshalb haben wir uns selbst eine Frist gesetzt”, heißt es in dem Beitrag. Ethereum solle darauf vorbereitet werden, “dass der Q-Day bereits 2030 eintritt”. Zugleich betonen die Entwickler, dass die meisten Einschätzungen von einem späteren Zeitpunkt ausgehen.
Über die kommenden Jahre sollen demnach mehrere Ethereum-Upgrades den Weg zur Quantenresistenz ebnen. Eine wichtige Rolle spielt Hegotá, das auf das für Dezember 2026 geplante Glamsterdam-Upgrade folgen soll. Mit Hegotá sollen erste technische Voraussetzungen geschaffen werden, um Ethereum schrittweise auf quantensichere Verfahren umzustellen.
Warum Quantencomputer für Ethereum, Bitcoin und andere Blockchains langfristig überhaupt zum Sicherheitsrisiko werden können, erklärte Quantenphysiker Markus Pflitsch bereits im BTC-ECHO-Interview. Darin spricht er über den “Q-Day”, die Gefahren für heutige Verschlüsselungsverfahren und auch darüber, warum sich die Krypto-Branche frühzeitig auf leistungsfähige Quantencomputer vorbereiten sollte.

