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Gefängnis-(Re-)Tour: „Bitcoin Bandit“ Sindri Stefánsson muss erneut hinter Gitter

Die Behörden in Island haben Verbrecher überführt, die insgesamt 350 Computer stahlen, um damit Bitcoin Mining zu betreiben. Das zuständige Gericht verurteilte die Überführten nun zu einer Haftstrafe. Jetzt sitzt der Verurteilte Sindri Stefánsson im Gefängnis – und das nicht zum ersten Mal. 

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 1 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Ob sich Bitcoin Mining in Zukunft noch lohnen wird, darüber sind Experten sich uneinig. Das Ungleichgewicht von Bitcoin-Kurs, Stromverbrauch, tatsächlichem Nutzen, Spekulationswert und dem Kampf gegen traditionelle Assets ist aktuell das Thema wissenschaftlicher Debatten. Für einige Kriminelle aus Island stellte sich diese Frage jedoch offenbar nicht. Denn das Schürfen des digitalen Goldes war ihnen Medienberichten zufolge genug wert, um insgesamt 350 Computer zu stehlen. Einer der Täter – der mutmaßliche Kopf der Bande – hat eine imposante Reise hinter sich.

„Bitcoin Bandit“ Stefánsson floh aus Strafvollzugsanstalt

Denn wie die New York Times berichtete, hatte er bereits einige Zeit in Untersuchungshaft gesessen. Von dort aus schaffte er es jedoch, wieder zu fliehen: Mit einem Taxi fuhr er zum Flughafen. Von dort aus ging die Reise weiter: mit dem Flugzeug nach Stockholm. Im Flugzeug war er offenbar in hochrangiger Gesellschaft: Niemand anderes als die isländische Premierministerin Katrin Jakobsdottir saß nämlich im selben Flieger.

Wie die NYT weiter berichtet, habe sich Stefánsson mit ihr jedoch nicht unterhalten. Das gab selbiger am Telefon zu – als er nämlich in Amsterdam im Knast saß und von dort aus mit dem US-amerikanischen Blatt telefonierte. Über kleinere Umwege (sein Anlitz zierte die Newsspalten einiger Tageszeitungen) gelangte er jedenfalls wohlbehalten wieder zurück nach Island, um sich dort den Behörden zu stellen.

Wie Reykjavik Grapevine nun berichtet, verurteilten die isländischen Behörden den Gefängnis-Touri nun zu einer endgültigen Haftstrafe. Sindri Þór Stefánsson muss demnach für 4,5 Jahre hinter schwedische Gardinen.

Neben Stefánsson verurteilte das zuständige Gericht noch sieben weitere Personen. Die gestohlenen Computer sind bisher nicht wieder aufgetaucht.

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