IOTA im Wert von 10 Millionen Euro gestohlen – Verdächtiger festgenommen
Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Seit Januar 2018 sind 85 Opfer weltweit um ihr IOTA-Vermögen gebracht wurden. Ein bösartiger Seed-Generator auf iotaseed.io diente dem Dieb als Eintrittstor zu den Wallets der Bestohlenen. Eine Kooperation von Europol mit der britischen und deutschen Polizei führte nun zur Festnahme eines Verdächtigen.

Am 23. Januar berichtete Europol in einer Pressemitteilung, dass eine Zusammenarbeit von britischen und deutschen Polizeibehörden zur Festnahme eines Verdächtigen geführt hat, der IOTA im Wert von 10 Millionen Euro gestohlen haben soll. An der Operation waren die britische Einheit für regionale organisierte Kriminalität im Südosten des Vereinigten Königreichs (SEROCU), die hessische Landespolizei, die britische National Crime Agency (NCA) sowie Europol beteiligt.


Der Seed als Eintrittstor in fremde Wallets

Anfang letzten Jahres hatte die hessische Polizei mehrere Berichte erhalten, in denen IOTA-Besitzer den Diebstahl ihres Krypto-Vermögens beklagten. Im Laufe der Untersuchung stellte die Polizei fest, dass es sich bei dem Diebesgut um einen Gesamtwert von zehn Millionen Euro handelte. Insgesamt 85 Opfer wurden seit dem Januar 2018 weltweit bestohlen.

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Weitere Untersuchungen konnten die Masche des Betrügers schnell identifizieren. Zum Hintergrund: Um IOTA-Wallets zu schützen, erstellt man einen Seed über einen sogenannten Seed-Generator. Sicher ist ein Seed aber natürlich nur dann, wenn er geheim bleibt. Niemand außer dem Inhaber der Wallet darf ihn kennen. Auf der Website Iotaseed.io lief jedoch ein bösartiger Seed-Generator, der nicht für den Schutz der Wallets sorgte, sondern für das Eindringen des Betrügers in ebendiese. Auf diese Weise konnte der Dieb die IOTA-Wallets seiner Opfer leeren. Das Diebesgut übertrug er dafür auf andere Wallets, die er mit gefälschten Ausweisen erstellt hatte.

Im Juli 2018 konnten die deutschen Behörden einen möglichen Verdächtigen im Vereinigten Königreich identifizieren. Daraufhin wurde der Fall der Joint Task Force für die Bekämpfung der Cyberkriminalität (J-CAT) vorgelegt. Diese Spezialabteilung im Europäischen Zentrum für Cybercrime (EC3) von Europol koordinierte daraufhin die internationale Zusammenarbeit zwischen der britischen und deutschen Polizei. Die Kooperation führte im Anschluss zur Durchsuchung einer Adresse in Oxford. Dabei beschlagnahmte die SEROCU nicht nur eine Reihe von Computern und elektronischen Geräten. Sie verhaftete außerdem eine 36-jährige Person wegen des Verdachts auf Betrug, Diebstahl und Geldwäsche. Bislang ist jedoch noch die Rede von einem Verdächtigten, sodass davon auszugehen ist, dass die Behörden die Schuld noch nicht eindeutig beweisen konnten.

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