Die US-Inflation ist im August schwächer ausgefallen als erwartet. Der Preisindex für private Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Maß der Federal Reserve, stieg im Jahresvergleich um 3,4 Prozent. Volkswirte hatten mit 3,7 Prozent gerechnet. Die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel lag bei 3,0 Prozent statt der erwarteten 3,3 Prozent. Das geht aus den Daten des US-Wirtschaftsministeriums hervor, die heute veröffentlicht wurden.
Innerhalb weniger Minuten stieg der Bitcoin um knapp zwei Prozent von rund 83.700 auf über 85.400 US-Dollar. Ob diese Trendfortsetzung weiter anhält, wird sich vermutlich im Laufe des heutigen Handelstages zeigen.
Auch die Zahlen für Juli wurden nachträglich gesenkt, sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kernrate um jeweils 0,3 Prozentpunkte.
Ein Vorbehalt bleibt
Ganz ohne Einschränkung lässt sich die Entwicklung allerdings nicht interpretieren, da die zuständige Behörde die Berechnung mehrerer Indexbestandteile angepasst hat und ein Teil des Rückgangs dementsprechend auf diese neue Methodik zurückzuführen sein dürfte.
Für die Geldpolitik sind die Makrodaten dennoch von Gewicht. Nach dem Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkte im September rechneten die Märkte fest mit einer weiteren Anhebung im Oktober. Dämpfende Worte von New York Fed Chef John Williams und nachgebende Inflationsdaten drückten diese Erwartung rasch nach unten. Vor der Veröffentlichung lag die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Oktober laut dem FedWatch-Tool bei rund 72,5 Prozent. Schwächere Inflationsdaten nehmen Druck aus dieser Erwartung, was Risikowerten wie Bitcoin und anderen Krypto-Assets zugutekommen könnte.
