Regulierungs-ECHO Hoffnungsträger Biden – welchen (Bitcoin-)Kurs fährt der neue US-Präsident?
David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

US-Präsident Joe Biden

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Der Albtraum hat ein Ende, alle Zeichen auf Anfang – so oder so ähnlich titelt mach Blattmacher dieser Tage angesichts des Wachwechsels im Weißen Haus. Sei es für den Welthandel, den Umweltschutz, die transatlantischen Beziehungen – wenige Tage nach der Amtseinführung wird US-Präsident Joe Biden bereits als Heilsbringer gefeiert. Welchen Kurs seine Administration gegenüber dem Krypto-Sektor setzt, bleibt jedoch abzuwarten. Mit der designierten Finanzministerin Yellen und dem OCC-Chef Barr dürfte Bidens Personalkarussell Krypto-Freunden eher wie eine Achterbahnfahrt erscheinen.

Neuer Optimismus – Biden stoppt mit ersten Amtshandlungen Regulierungs-Vorstoß

Es darf „keine Zeit verschwendet werden“, lässt sich der neue US-Präsident Joe Biden zitieren. Mit seinen ersten Amtshandlungen griff der 78-Jährige zuletzt durch und versucht so, manchen Vorstoß seines Vorgängers ungeschehen zu machen. Dabei säte Biden auch Hoffnung für den Krypto-Sektor und ließ zunächst mehrere Regulierungsverfahren einfrieren. Davon betroffen ist auch der zuletzt besonders umstrittene Vorstoß gegenüber ungehosteten Wallets, der unter Finanzministers Steven Mnuchin angestoßen wurde. Nun will die Biden-Administration diesen genau unter die Lupe nehmen.


Designierte US-Finanzministerin Yellen nimmt Kryptowährungen ins Visier

Abgelöst wird Mnuchin dabei von der ehemaligen US-Notenbankerin Janet Yellen. Nach ihrer offiziellen Anhörung wartet die designierte Finanzministerin zur Stunde auf den Segen des Senats. Aufgrund der demokratischen Mehrheit dürfte sie jedoch schon bald damit in der Lage sein, den zuletzt kritischen Kurs der Behörden umzulenken. Doch Yellens Antworten gegenüber den Senatoren dürften manchem auf die Stimmung gedrückt haben: So mahnte die ehemalige Fed-Chefin – ähnlich wie zuletzt EZB-Präsidentin Christin Lagarde – Kryptowährungen würden häufig für „illegale Transaktionen“ und „Geldwäsche“ genutzt.

Biden-Administration – Ex-Ripple-Beirat könnte neuer OCC-Chef werden

Zeitgleich erwägt der US-Präsident einen Krypto-Freund für den Posten als neuen Chef des Office of the Comptroller of the Currency (OCC). Geht es nach Biden soll künftig der ehemalige Ripple-Beirat und Finanzbeamte Michael Barr die Geschicke der Behörde lenken. Barr wäre damit für die Supervision der Zahlungs-, der Wettbewerbs- und der Funktionsfähigkeit der US-Banken und Kreditinstitute zuständig. Seine Personalie dürfte die Krypto-Community als Hoffnungsschimmer werten. Den nicht nur die Blockchain-Adaption von Banken fällt in sein Aufgabengebiet. Beobachter mutmaßen bereits, Barr könnte als Mediator im Rechtsstreit zwischen seinem ehemaligen Arbeitgeber und der Wertpapieraufsicht SEC in die Bresche springen.


Du kommst aus dem Gefängnis frei: Trump begnadigt Ripple-Vorstand

Für nicht weniger Aufsehen sorgte derweil der ehemalige US-Präsident Trump. In einer seiner wohl letzten Amtshandlungen begnadigte er neben zahlreichen teils prominenten Straftätern und -Verdächtigen Ken Kurson, ein ehemaliges Mitglied des Ripple-Vorstands. Das FBI ermittelte gegen den ehemaligen Journalisten zuletzt wegen des Verdachts des Cyber-Stalkings und der Belästigung. Für Ripple dürfte seine unverhoffte Freiheit jedoch kaum Relevanz besitzen. Hier hat man dieser Tage ohnehin andere Sorgen.

Digitales Zentralbankgeld – Französische Zentralbank wickelt CBDC-Transaktion ab

Angesichts solcher Schlagzeile gerät der anhaltende Wettlauf auf zentralbankliche Digitalwährungen (CBDCs) leicht in Vergessenheit. Dass in puncto staatlicher Initiative jedoch alles andere als Stillstand herrscht, zeigen die jüngsten Nachrichten aus Frankreich. Hier verkündete die Banque de France zuletzt den erfolgreichen Test eines hauseigenen CBDC-Piloten. Während die Währungshüter der Niederlande, Schweden aber auch die europäische Zentralbank EZB weiter an eigenen Experimenten feilen, mausert sich die in Paris ansässige Notenbank im europäischen Vergleich damit zum Vorreiter.

Zentralbank Indiens hält an Krypto-Verboten fest

Indes bleiben die indische Geldbehörden ihrem harten Kurs gegenüber Kryptowährungen treu. Nachdem ein lokaler Digitalverband in einer Petition die Lockerung der im Land geltenden Gesetzgebung gefordert hatte, bekräftige die Reserve Bank of India zuletzt ihre ablehnende Haltung. Kryptowährungen seien in Indien zwar nicht nicht per se verboten, wohl aber deren Handel und Austausch. Für die Zentralbank des Landes ist es ausgemachte Sache, dass „virtuelle Währungen für den Kauf illegaler Güter, von Waffen und Munition bis hin zu Drogen“ benutzt würden.


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