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7,7 Millionen USD Hamas: Israel beschlagnahmt 84 Wallets wegen Terrorfinanzierung

Israels Verteidigungsministerium hat die Beschlagnahmung einer Reihe von Krypto-Wallets angeordnet, die es mit Hamas-Aktivisten in Verbindung bringt. Über 7,7 Millionen US-Dollar sind dorthin geflossen.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Israel

Quelle: Shutterstock

Am 7. Juli gab Israels Verteidigungsminister Benjamin Gantz grünes Licht für die Beschlagnahme von insgesamt 84 Krypto-Wallets. Die Regierung sagt, dass die digitalen Brieftaschen mit Terroristen der radikalislamistischen Hamas in Verbindung stehen. Die Liste der Wallets umfasst 84 Adressen für diverse Kryptowährungen, darunter unter anderem Bitcoin, Tether, Ether und Dogecoin. Das Nationale Büro zur Bekämpfung von Terrorfinanzierung schreibt die meisten dieser Wallets sieben Palästinensern zu. Diese sind dringend verdächtig, mit der Hamas in Verbindung zu stehen.

Wie Recherchen der Blockchain-Analysten von Elliptic zeigen, erhielten diese Adressen zusammen über 7,7 Millionen US-Dollar an Kryptoassets. Einige der Adressen können jedoch nicht direkt mit Terrorismus in Verbindung gebracht werden. Bei vielen anderen gelang es jedoch, sie den Al-Qassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, zuzuordnen. Die Adressen fanden bei einer Fundraising-Kampagne Verwendung, die laut Elliptic zwischen Januar 2019 und Mai dieses Jahres über 100.000 US-Dollar in Bitcoin einbrachte. Der Mitbegründer von Elliptic, Tom Robinson, teilte dem Kryptoportal The Block mit, dass einige der Wallets selbst gehostet sind.

Aber einige der Wallets sind noch aktiv. Eine Reihe von ihnen sind Einzahlungsadressen an Börsen, während andere zu Brokern gehören.

Robinson lehnte es ab, die identifizierten Börsen explizit zu nennen. Ob Elliptic mit der israelischen Regierung bei der Verfolgung der beteiligten Wallets zusammenarbeitet, ließ er ebenfalls offen.

Hamas versuchte über Coinbase, Gelder einzutreiben

Immer wieder versuchen sowohl Kriminelle wie auch terroristische Organisationen, die vermeintliche Anonymität von Bitcoin für ihre Zwecke zu nutzen. Anfang des Jahres tauchte beispielsweise eine Meldung auf, die eine großzügige Bitcoin-Spende an Rechtsextreme in den USA zum Gegenstand hatte. Die Spende floss ziemlich genau einen Monat vor der Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar. Die Spuren führten zu einem französischen Blogger und Verschwörungstheoretiker. Staatsanwaltschaft und FBI nahmen laut yahoo! finance Ermittlungen auf. Analysedaten von Chainanalysis wirken jedoch dem Narrativ entgegen, Bitcoin sei sozusagen die Lieblingswährung der Unterwelt. Nur etwa 0,34 Prozent aller Krypto-Überweisungen hätten in 2020 einen kriminellen Hintergrund gehabt. 

Dies ist nicht das erste Mal, dass die Hamas versucht, über Kryptowährungen versucht, finanzielle Mittel einzutreiben. Eine israelische Bürgerrechts-NGO deckte 2019 die Verwendung der Kryptobörse Coinbase durch die Hamas auf. Dies berichtete die Jerusalem Post. Letzten August führte das US-Verteidigungsministerium und das Justizministerium eine massive Beschlagnahmungsoperation durch. Deren Ziel waren Wallets im Besitz der Hamas, Al-Qaida und ISIS. 

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