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Grin: Zweite MimbleWimble-Implementierung nun offiziell gelauncht

Nach einer Entwicklungsdauer von mehr als einem Jahr und insgesamt vier Testnets, erfolgte am 15. Januar der offizielle Launch von Grin. Neben Beam ist es die zweite Kryptowährung, die auf dem MimbleWimble-Protokoll basiert. 

Michele Troccolo
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Beitragsbild: Shutterstock

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Hinter Grin steckt kein Unternehmen, das die Entwicklung vorantreibt und es wurde auch kein ICO zur Finanzierung durchgeführt. Das Projekt baut, ganz in Open-Source-Manier, auf einem Netzwerk freiwilliger und größtenteils anonymer Unterstützer auf. Der Hauptentwickler, der auf das Pseudonym „Yeastplume“ hört, wurde für seine Vollzeitarbeit an Grin sogar von der Community über ein eigenes Crowdfunding-System finanziert.

Inflation für die langfristige Stabilität notwendig 

Grin hebt sich jedoch ganz klar in der Geldpolitik ab. Interessanterweise hat sich die Community für eine Emission von konstanten 60 Grin pro Block entschieden, was einem Grin pro Sekunde entspricht. Mit anderen Worten: Nach dem ersten Jahr muss man mit einer Inflation von 100 Prozent rechnen, die dann Jahr für Jahr abnimmt. Nach 25 Jahren erreicht man eine Inflation von vier Prozent, die Bitcoin beispielsweise schon nach zehn Jahren erreicht hat. Diese ungewöhnliche Politik fußt auf der Erkenntnis, dass laut diverser Studien jährlich ca. zwei Prozent aller Coins verlorengehen. Außerdem ist man der Meinung, dass die stetig geringer werdende Inflationsrate als Anreiz für Miner und somit für die Stabilität des Netzwerkes notwendig sei.

Grin gehört gemeinsam mit Beam zu den ersten Kryptowährungen, die auf dem MimbleWimble-Protokoll basieren.

MimbleWimble eliminiert Adressen und Transaktionssummen 

Wie zuvor schon von BTC-ECHO berichtet, ist MimbleWimble vor allem für das Potenzial, das es im Bereich der Privatsphäre und Skalierbarkeit bietet, von Bedeutung. Der Großteil der Transaktionsdaten kann dabei nämlich entfernt werden, ohne die Sicherheit der Blockchain zu beeinträchtigen. Eine Blockchain mit einer Größe von 100 GB, kann so auf wenige Megabytes reduziert werden. Außerdem gibt es keine Adressen mehr und die Transaktionssummen werden verschlüsselt, wodurch eine erhöhte Privatsphäre der Nutzer gewährleistet werden kann.

Worin liegt der Unterschied zu Beam?

Wenn man mal vom Protokoll, auf dem beide Coins basieren, und dem gemeinsamen Launch-Monat absieht, könnten die zwei Projekte kaum unterschiedlicher sein. Während Grin eine inflationäre Geldpolitik verfolgt, hat sich Beam für eine Kappung des Geldangebotes entschieden. Außerdem operiert Grin auf Spendenbasis, während das Entwicklerteam von Beam jeweils 20 Prozent der Block-Belohnung einbehält.

Die technisch weniger versierten Nutzer müssen sich jedoch noch ein wenig gedulden, bevor sie sich auf Grin stürzen können. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nämlich noch keine Wallet mit grafischer Oberfläche und keine Version des Clients für Windows-Nutzer. Darüber hinaus gibt es auch noch kaum Börsen, die den Handel von Grin ermöglichen. Die ersten Community getriebenen Projekte, die diese Lücken schließen wollen, sind jedoch schon in vollem Gange.

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