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Zweierlei Maß Grayscale: Protestbrief an SEC fährt schwere Geschütze auf

Der Herausgeber des Grayscale Bitcoin Trust ist mit der ablehnenden Haltung der SEC in Bezug auf Bitcoin Spot ETFs höchst unzufrieden. Ein Brief an die Behörde spricht Klartext.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Grayscale

Beitragsbild: Shutterstock

Grayscale Investments wettert in Bezug auf die Zulassung eines Spot-Bitcoin-ETFs heftig gegen die US-Börsenaufsicht SEC. Diese hatte kürzlich einen Antrag von VanEck auf einen solchen Spot-Bitcoin-ETF zurückgewiesen. Nun verfasste Grayscale, der mit dem Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) einen der größten institutionellen Anlagen in Bitcoin überhaupt herausgibt, einen Brief an die Sekretärin der SEC, Vanessa Countryman. Darin wird argumentiert, dass die SEC zu Unrecht Bitcoin-Spot-ETFs ablehne. Denn mittlerweile habe sie ja drei Bitcoin-Futures-ETFs genehmigt. Dazu zählen die von VanEck, Valkyrie und ProShares.

Die Kommission hat keine Grundlage für den Standpunkt, dass Investitionen in den Derivatemarkt für einen Vermögenswert für Anleger akzeptabel sind, Investitionen in den Vermögenswert selbst jedoch nicht

, heißt es in dem Schreiben. Hintergrund ist, dass der SEC ein Antrag der Börse NYSE Arca auf einen Bitcoin ETP vorliegt, der wiederum auf dem Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) basiert. In dem Brief bekräftigt Grayscale überdies die Argumentation, wonach Bitcoin kein Wertpapier sei. Entsprechend seien die Registrierungsvoraussetzungen gemäß dem Investment Company Act von 1940, auf die sich die SEC beruft, obsolet. 

Grayscale fühlt sich durch SEC-Argumentation diskriminiert

Darüber hinaus stellt Grayscale auch die bisherigen Ablehnungen der SEC auf einen Bitcoin ETF infrage. Die Behörde hatte diese stets mit Risiken von Betrug und Marktmanipulation zu begründen versucht. Diese Begründung ist laut Grayscale jedoch unzulässig. Sie diskriminiere den Bitcoin Trust und dessen Anteilhaber in unfairer Weise und verstoße zudem gegen den Administrative Procedure Act (APA).

Bei der Genehmigung von Bitcoin-Futures-ETFs ist Grayscale der Ansicht, dass die SEC mit zweierlei Maß misst. Sie hat diesen Antragstellern erlaubt, die Anforderungen des Exchange Acts zu umgehen, die die Antragsteller von Bitcoin-Spot-ETFs einhalten müssen. Es ist genau dieser Abschnitt 6(5)(b) des Exchange Acts, der dem “Schutz der Anleger und des öffentlichen Interesses” dient.

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