Meinungs-ECHO Glassnode CTO: So bullish ist die Bitcoin-Liquiditätskrise
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Staubsauger tut was er tut.

Quelle: Shutterstock

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Wenn Wale wie MicroStrategy, Square und Grayscale weiter aus dem Vollen schöpfen, dürften dem Markt alsbald die Bitcoin (BTC) ausgehen. Da das Angebot der Kryptowährung beschränkt ist, gibt es nach Meinung des Glassnode CTO nur noch eine Variable, die sich anpassen kann: der Kurs. Das Meinungs-ECHO.

Frei nach dem Motto: “Die Welt ist nicht genug” will MicroStrategy CEO Michael Saylor weitere Bitcoin kaufen. Dafür will der als “Gigachad” in der Szene bekannte Unternehmenslenker abermals Schulden in US-Dollar aufnehmen und die Erlöse in digitales Gold umtauschen. Wie Saylor gegenüber dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg vermeldete, plagt ihn nämlich immer noch FOMO:


Wir haben ziemlich klar gesagt, dass wir Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen in Betracht ziehen werden … Es macht Sinn, so viel von dieser Anlageklasse zu kaufen, wie wir können.

Michael Saylor

Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass das Business-Intelligence-Unternehmen weitere 19.450 BTC im Wert von über eine Milliarde US-Dollar sein Eigen nennt. Erstanden hatte MicroStrategy die Bitcoin nicht etwa mit Cash aus seinen Reserven (die dürften mittlerweile aufgebraucht sein). Vielmehr hatte das an der New Yorker Börse Nasdaq gelistete Unternehmen kürzlich Anleihen, sogenannte Senior Convertible Notes, begeben und die Coins damit auf Pump gekauft.

Zur Stunde hält MicroStrategy 90.531 BTC und damit etwa 0,4 Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoin. Schenkt man Saylor Glauben, dürften die Coins auch nie wieder an die Oberfläche der Blockchain gespült werden. Denn Bitcoiner wie Saylor sehen in BTC weniger eine Währung, als mehr einen Wertspeicher, der nur im äußersten Notfall zu bewegen ist.

Versiegt der Bitcoin-Hahn?

Die Bitcoin-Liquiditätskrise ist ein vorherrschendes Thema in diesem Bullenmarkt. Kurz zusammengefasst gibt es das Narrativ abnehmender BTC-Liquidität auf dem freien Markt bei ansteigender Nachfrage. Dies, so die Annahme, müsste sich auf kurz oder lang ultra-bullish auf den Kurs auswirken. Wir hatten darüber ausführlicher bereits hier und hier berichtet.

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Nun liefert Rafael Schultze-Kraft, seines Zeichens CTO beim Bitcoin-Datendienst Glassnode, weitere Belege für die These.

Demnach ist das Wachstum der illiquiden BTC, also solcher, die dem Markt gemeinhin nicht auf der Angebotsseite zur Verfügung stehen, größer als das allgemeine BTC-Angebotswachstum. Letzteres entspricht etwa 900 BTC pro Tag.

Netto stehen dem Krypto-Markt seit 2017 also nicht mehr, sondern weniger BTC zur Verfügung. Bedenkt man, wie aggressiv Grayscale (649,130 BTC) MicroStrategy (90,531 BTC) und Square (8,027 BTC) die Coins vom Markt saugen, ergibt das schon ein recht bullishes Gesamtpaket. Schultze-Kraft sieht das auch so:

“Kombiniert man [die Liquiditätskrise] mit der Nachfrage von MSTR, Square, Tesla, Grayscale u.a., wird man verstehen, wie bullish das ist”, schreibt der Analyst auf Twitter. Na dann, prost Bullenmarkt!


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