Gibraltar: Neues Gesetz zur Regulierung von Blockchain-Unternehmen
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Aerial view of top of Gibraltar Rock, in Upper Rock Natural Reserve: on the left Gibraltar town and bay, La Linea town in Spain at the far end, Mediterranean Sea on the right. United Kingdom, Europe. via shutterstock

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Die Finanzaufsichtsbehörde in Gibraltar wird die erste Lizenz für Fintechfirmen, die die Blockchain-Technologie verwenden, herausgeben. Während sie sich auf den Brexit vorbereiten, wollen sie damit vor allem Start-ups anziehen.

Was die Behörden in der Heimat der Berberaffen planen, kann man durchaus als wichtigen Schritt in Richtung Adaption von Blockchain sehen. Im Gegensatz zu anderen Staaten, die sich eher mit den Kryptowährungen an sich beschäftigen, befasst sich Gibraltar direkt mit der dahinterliegenden Technologie.


Diese werden sie also offiziell als Transportsystem für Finanztransaktionen anerkennen. Damit wollen sie Signale an Unternehmen senden, um letztendlich die wirtschaftliche Attraktivität der iberischen Halbinsel zu steigern.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird die Gibraltar Financial Service Commission heute noch Richtlinien veröffentlichen, wie Unternehmen mit der Technologie umgehen sollen. Dabei geht es vor allem um Finanztransaktionen, die ähnlich wie bei Banken geregelt werden sollen.

Gerade im Hinblick auf das Verlassen der EU 2019 ist dieser Schritt nötig, um weiterhin für internationale Unternehmen attraktiv zu wirken. Denn
nicht zuletzt aufgrund des liberalen Steuerregimes hat die britische Enklave bei einer Einwohnerzahl von 30.000 ganze 15.000 Unternehmen beheimatet. So ist die Insel ein beliebter Anlaufpunkt für Versicherungsanbieter und Wettfirmen.


Gibraltar will attraktiver für Unternehmen werden

Jones betonte zwei Vorteile für Unternehmen. Es soll für Einzelkunden als auch für Unternehmen letztendlich einfacher werden, ein Bankkonto zu eröffnen. Durch die öffentliche Anerkennung und Regulierung der Technologie garantiert Gibraltar den Unternehmen einen gewissen Grad an Legitimität, so die Hoffnung der Regierung.

Die Regulierungsbemühungen beinhalten insgesamt neun Prinzipien, die Unternehmen einhalten müssen, um auf der Insel Kapital halten zu dürfen. Über das jeweilige Volumen des Kapitals wollen die Behörden dann von Fall zu Fall entschieden.

Firmen sollen ihre Kunden laut Richtlinien fair behandeln und adäquate IT-Systeme und Kontrollinstanzen unterhalten. Dabei sollen sie vor allem darauf achten, dass sie weder Geld waschen, noch dass sie Terrorismus finanzieren und/oder unterstützen.

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