Findet Nemo: Schweizer Lebensmittelimporteur trackt Thunfisch mit Blockchain
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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In der Schweiz ist ein weiterer Fall von akuter Blockchain-Adaption aufgetreten. Der schweizerische Lebensmittelimporteur Gustav Gerig AG hat sich mit dem Blockchain-Dienstleister Atato zusammengetan, um blockchainbasiertes Tracking von MSC Thunfisch zu ermöglichen. 

Food Tracking und Blockchain: eine Beziehung mit Zukunft. Nachdem der US-Einzelhandelsgigant Walmart die Technologie bereits seit September für die Lieferkettenüberwachung von Salat verwendet, zieht die Konkurrenz aus Europa langsam, aber sicher nach. So können Kunden von Europas zweitgrößtem Einzelhandelsunternehmen, Carrefour, seit Mitte des Monats Geflügelprodukte per QR-Code tracken.


So etwas ähnliches hat nun auch der Schweizer Lebensmittelimporteur Gustav Gerig AG vor. In Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Dienstleister Atato und dem Thunfisch-Marketingunternehmen Pacifica soll MSC-zertifizierter Thunfisch auf die Blockchain kommen. Das ist einer Pressemitteilung der Gustav Gerig AG vom 28. November zu entnehmen. Konkret geht es um Produkte der Marke „Raimond Freres“, die in Zukunft per QR-Code-Scan dem Konsumenten ihre Herkunft offenbaren können sollen.

Anders als Walmart und Carrefour, die auf das Hyperledger Fabric von IBM setzten, kommt bei de Gustav Gerig AG Ethereum zum Einsatz. Für die technische Umsetzung zeichnet der thailändische Blockchain-Dienstleister Atato verantwortlich.

Alles im Geiste der Nachhaltigkeit…

Dabei sei die für die Gustav Gerig AG „vor allem die Einstellung, nachhaltige Güter anzubieten“ Hintergrund für die Entscheidung gewesen. Dabei ist davon auszugehen, dass hinter der Entscheidung kein Gutmenschentum, sondern wirtschaftliche Interessen stehen. So kann die Aufklärung die Ursachen von Lebensmittelskandalen durch eine blockchainbasierte Überwachung der Versorgungsketten deutlich effizienter und kostengünstiger vonstatten gehen. Bei Walmart forcierte ein E.-Coli-Skandal die Hinwendung des Unternehmens zur Blockain-Technologie.


Bei der Gustav Gerig AG gab es zuletzt im August ein Problem in Sachen Lebensmittelsicherheit. So musste das Unternehmen gemeinsam mit Nissin Foods, Migros bzw. Migrolino eine Rückrufaktion starten. Dabei ging es um Instant-Nudeln der Firma Nissin, in denen Glasstückchen gefunden wurden. Fälle wie diese werden sich zwar auch in Zukunft nicht verhindern lassen. Doch die Blockchain-Technologie wird ihre Aufklärung deutlich beschleunigen. Das kann unter Umständen Leben retten.

Exklusive Informationen zum Status quo des Blockchain-Ökosystems hierzulande findet man übrigens in einer neuen von BTC-ECHO und BlockState verfassten Studie.

BTC-ECHO


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