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Finanzmarkt im Überblick  Das wird für Bitcoin und Co. in dieser Woche wichtig

Anleger im Krypto-Space sollten in der aktuellen Handelswoche diese Wirtschafts- und Finanzdaten genau im Blick haben.

Stefan Lübeck
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Stock Exchange Gebäude

Beitragsbild: Shutterstock

| Deutsche Erzeugerpreise und das Sitzungsprotokoll der EZB stehen diese Woche im Fokus.

Die letzte Handelswoche startete, wie im letzten Übersichtsartikel vom 3. Oktober thematisiert, mit einer breitgefächerten, sektorübergreifenden Erholungsbewegung. Die Kurskonsolidierung des US-Dollarindex DXY ließ Aktien und Kryptowährungen gleichermaßen im Wert zulegen. Insbesondere Technologieaktien gehörten bis zur Wochenmitte zu den größten Kursgewinnern und zogen auch den Krypto-Sektor mit gen Norden. Abermals waren es besser als von Marktanalysten prognostizierte Wirtschaftsdaten für die USA, welche die Investoren in der zweiten Wochenhälfte zu erneuten drastischen Verkäufen bewegten. Mehr geschaffene Stellen als von Experten vermutet, sorgten gepaart mit einem wider Erwarten deutlichen Rückgang der US-Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent auf 3,5 Prozent zum Wochenschluss am Freitag für den nächsten herben Abverkauf an den weltweiten Aktienmärkten.

Investoren verbinden mit den anhaltend starken US-Arbeitsmarktdaten die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer weiteren drastischen Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed um 0,75 Prozentpunkte Anfang November.

Fed-Zinsschritt: Bis zu 0,75 Prozent mehr Zinsen?

Laut aktueller Prognosen stieg der von Analysten als am wahrscheinlichsten angesehene Zinsschritt innerhalb von zwei Handelstagen von 50 Basispunkten auf nun 75 Basispunkte an. Die von den führenden Öl-fördernden Ländern OPEC+ beschlossene Reduktion der weltweiten Fördermenge um 2 Millionen Barrel Rohöl pro Tag ließ die Anlegersorgen um anhaltend hohe Benzin- und Dieselpreise kurz vor den Wintermonaten zusätzlich ansteigen.

Umso bemerkenswerter ist die relative Kursstabilität von Bitcoin und weiteren Kryptowährungen anzusehen. Sollten die neuen US-Inflationsdaten für den Monat September stärker als erwartet zurückfallen, ist durchaus eine deutliche bullishe Kursreaktion der Krypto-Leitwährung Bitcoin vorstellbar. Welche Daten und Termine neben dem US-Verbraucherpreisindex einen Einfluss auf die Kursentwicklung von Bitcoin, Ethereum und Co. haben dürften, liest du im nachfolgenden Übersichtsartikel.

US-Erzeugerpreisindex (EPI) und FOMC Sitzungsprotokoll zur Wochenmitte

Richtig losgeht der dieswöchige Datenreigen am Mittwoch, dem 12. Oktober. Um 14:30 Uhr (MEZ) wird der US-Erzeugerpreisindex (EPI) für den zurückliegenden Monat September veröffentlicht. Die Prognosen der Marktexperten sagen eine Steigerung gegenüber dem Vormonat August von 0,2 Prozent voraus. Im Monat August notierte die Preisveränderung aus Verkäufersicht mit minus 0,1 Prozent bereits deutlich über dem vorherigen Berichtszeitraum. Damit dürften die temporär im Sommer etwas gefallenen Erzeugerpreise nun wieder steigen. Zunehmende Importpreise für industriell relevante Rohstoffe und Materialien verschärfen den Anstieg der Inflation auf der Herstellerseite ebenfalls.

Sollte der Erzeugerpreisindex oberhalb der Analystenerwartungen liegen, dürfte sich dieser erneut positiv auf die Kursentwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro auswirken. Eine anhaltende Dollar-Stärke könnte wie in den letzten Monaten indes zu erhöhtem Abgabedruck am US-Aktienmarkt und Kryptomarkt führen.

Um 20:00 Uhr (MEZ) wird sodann das FOMC Sitzungsprotokoll der US-amerikanischen Notenbank Fed zur letzten Notenbanksitzung im September veröffentlicht. Investoren erhoffen sich weitere Einblicke über mögliche geldpolitische Maßnahmen der weltweit wichtigsten Zentralbank beim nächsten Zinsentscheid Anfang des kommenden Monats November.

CPI-Verbraucherpreisindex liefert neue Erkenntnisse zur US-Inflationsrate

Am Donnerstag, dem 13. Oktober, veröffentlicht das U.S. Bureau of Labor Statistics um 14:30 Uhr (MEZ) ferner die aktuellen Verbraucherpreise für den zurückliegenden Monat September. Zuletzt korrigierte der Verbraucherpreisindex weniger stark als prognostiziert von 8,5 Prozentpunkte im August auf 8,3 Prozent. Marktexperten hatten mit einem Rückgang auf 8,1 Prozent gerechnet. Um eine bullishe Kursreaktion bei Bitcoin und Co. zu erzeugen, muss die Inflationsrate in den USA zumindest die aktuelle Prognose von 8,1 Prozent erreichen und optimalerweise sogar unterbieten. Steigen die Verbraucherpreise entgegen der Expertenmeinungen stärker als erwartet, dürfte sich die Situation am Aktien- wie auch Kryptomarkt unverändert schwierig gestalten.

Frische Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen zum Wochenschluss

Am Freitag, dem 14. Oktober, werden um 14:30 Uhr (MEZ) außerdem die Einzelhandelsumsätze in den USA für den Monat September veröffentlicht. Sie gelten als wichtiges Maß zur Berechnung der Verbraucherkauflaune. Zuletzt verharrten die Umsätze im US-Einzelhandel immerhin wieder im leicht positiven Bereich, knapp über dem Grenzwert von 0. Die zuletzt zurückhaltende Kauflaune der Privathaushalte könnte sich somit auf einem niedrigen Niveau stabilisieren. Für den Monat September rechnen die Marktakteure mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat von 0,3 Prozent auf nun 0,2 Prozentpunkte. Sollten die veröffentlichten Einzelhandelsumsätze sogar unter den defensiven Schätzungen der Experten liegen, könnte sich Druck auf die Fed weiter verschärfen. Zuletzt wirkten sich schwache Wirtschaftsdaten negativ auf den US-Dollar und damit positiv auf den Kryptosektor aus.

Verbrauchervertrauen sinkt

Aktualisierte Zahlen der Universität Michigan zum Verbrauchervertrauen in den USA für den Monat Oktober beschließen um 16:00 Uhr (MEZ) die dritte Handelswoche. Das Verbrauchervertrauen gilt als Grad des Optimismus zur konjunkturellen Entwicklung in den USA. Im Vormonat September lag das Vertrauen der Konsumenten bei 58,6. Damit wurde der erwartete Wert von 60,0 für den September unterboten. Sollte das Verbrauchervertrauen im Oktober nach mehreren rückläufigen Zahlen wider Erwarten oberhalb der Expertenprognose von 59,0 liegen, dürfte der US-Dollar weiter an Stärke gewinnen. Dieses könnte sich wie in den letzten Wochen und Monaten erneut negativ auf den Aktienmarkt sowie den Bitcoin-Kurs auswirken. Nur schlechter als erwartete Wirtschaftsdaten haben momentan einen positiven Effekt auf Aktien und Kryptowährungen.

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