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Ethereum in der Finanzwelt: ConsenSys investiert in ACTUS-Protokoll

ConsenSys Labs investiert in das schweizerische FinTech-Start-up Atpar. Das Unternehmen entwickelt das ACTUS-Protokoll, das eine Interoperabilität von Finanzdienstleistungen im Bankenwesen verspricht. ConsenSys fördert Projekte, die Finanzanwendungen im Ethereum-Ökosystem unterstützen.

Moritz Draht
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Beitragsbild: Shutterstock

Atpar erhält vom Software-Unternehmen ConsenSys finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung einer Infrastruktur für interoperable Finanzanlagen. Das Unternehmen entwickelt dafür das ACTUS-Protokoll, das einen Standard zur Schaffung von bankenübergreifender Finanzanlagen in Ethereum herstellen soll. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.

Mit dem ACTUS-Protokoll soll die Ausgabe und Tokenisierung von Finanzinstrumenten auf wirtschaftlich und technologisch interoperable Weise gelingen. Joseph Lubin, Gründer von ConsenSys und Mitbegründer von Ethereum, teilte mit:

Gemeinsam haben die ACTUS Technical Specification und das ACTUS Financial Protocol das Potenzial, das HTML und HTTP der Finanzebene des dezentralen World Wide Web zu sein, sodass Unternehmen die Ineffizienzen unseres derzeitigen Finanzsystems überwinden können, die Unternehmen und Märkte auf proprietäre Silosysteme beschränken. In Zukunft zielt das ACTUS-Protokoll darauf ab, jeden Finanzkontrakt auf der Welt mit genau definierten Inputs, Outputs und Algorithmen zur Kodifizierung der Wertströme zu definieren, die jeweils in einem blockchainbasierten, rechtsverbindlichen Smart Agreement zusammengefasst sind.

Laut Pressemitteilung stellen finanzielle Vermögenswerte das zentrale Element jeder Finanzdienstleistung dar. Daher sei „die transparente und interoperable Darstellung dieser Vermögenswerte auf Ethereum ein zentrales Versprechen eines offenen Finanzsystems“.

Das ACTUS-Protokoll

Das ACTUS-Protokoll ist ein Open-Source-Netzwerk für die Emission von Finanzinstrumenten. Der Smart-Contract-Rahmen des ACTUS-Protokolls bildet Finanzanlagen auf Ethereum als modulare Bausteine ab. Dadurch ließen sich sämtliche Finanzinstrumente darstellen, von Hypotheken und Anleihen bis hin zu Derivaten.

Darüber hinaus behandelt das ACTUS-Protokoll Serviceaspekte wie die Erfassung von Zustandsänderungen sowie die Fragmentierung und Bündelung von Vermögenswerten. Zudem stellt das Protokoll die Verteilung von Fonds dar und vereinfacht die Analyse von Vermögenswerten. Die Infrastruktur von Atpar bietet somit Finanzinstituten die Möglichkeit, Finanzanlagen effizient zu betreiben und zu warten.

Michael Svoboda, CEO von Atpar, teilte mit:

Intermodale Container haben die Schifffahrtsbranche revolutioniert, Atpar will diese Effizienzvorteile für die Finanzindustrie nachahmen. Das ACTUS-Protokoll bietet die Infrastruktur, um alle wichtigen Finanzanlagen mit einheitlichen, maschinenlesbaren „Frachtpapieren“ zu beschreiben. Sie wird es den Finanzinstituten ermöglichen, die Produktionskosten durch die Automatisierung der Verwaltung und des Berichtswesens von Finanzanlagen über den gesamten Lebenszyklus gegen Null zu senken.

Atpar wurde 2019 gegründet und entwickelt das ACTUS-Protokoll, um die Tokenisierung von Cashflows auf Ethereum zu ermöglichen. Klassische Finanzdienstleistungen können dadurch auf eine offene und interoperable Infrastruktur umgestellt werden.

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