Die Euphorie nach dem Gipfeltreffen der Krypto-Industrie mit US-Präsident Donald Trump scheint auch auf die Wall Street überzuschwappen. So verzeichneten die Krypto Spot ETFs am gestrigen Mittwoch, den 19. August, massive Zuflüsse. Das zeigen Daten von SoSoValue.
Besonders die Indexfonds um Ethereum konnten nach längerer Durststrecke wieder einen Erfolg feiern und wiesen den höchsten Wert seit zehn Monaten aus. 189 Millionen US-Dollar, das gab es zuletzt am 28. Oktober vergangenen Jahres. Haupttreiber war dabei ETHA von BlackRock. Der ETF machte mit Inflows in Höhe von rund 122 Millionen US-Dollar etwa zwei Drittel des Volumens aus.
Allgemein entwickelt sich der August bislang positiv für Anleger, die über die ETFs Ethereum-Exposure suchen. Stand jetzt verzeichnen die Indexfonds über eine halbe Milliarde US‑Dollar. Bliebe es dabei, wäre es schon jetzt der stärkste Monatswert des laufenden Jahres.
Überschattet wurde die gute Performance der Ethereum Spot ETF nur durch die Indexfonds für Bitcoin. Im gleichen Zeitraum flossen hier über 500 Millionen US-Dollar in die Finanzprodukte – der höchste Wert seit Mai. Auch hier erwies sich BlackRock als Zugpferd. Stand jetzt vereinnahmten die BTC ETFs eine Milliarde US-Dollar.
Anleihenrückkäufe der USA als Auslöser?
Insgesamt erlebte der Krypto-Markt etwas, das Anleger schon seit Monaten vermissten: eine Rallye über Nacht. Auslöser dürfte dafür nicht nur das Treffen der Krypto-Industrie mit US-Präsident Donald Trump gewesen sein, sondern auch eine Ankündigung des US-Finanzministers Scott Bessent. Der hatte gestern auf die hohen Renditen mit stärkeren Rückkäufen reagiert. Diese sollen bereits ab dem 9. September beginnen.
Bitcoin legte daraufhin um über 10 Prozent auf knapp 72.000 US-Dollar zu. Ethereum schoss sogar um 18 Prozent hoch auf etwa 2.300 US‑Dollar. Ob das der Beginn einer neuen Rallye ist, bleibt unklar. Geht es nach dem Vermögensverwalter VanEck, so dürfte es aber zumindest mit dem Bärenmarkt bald vorbei sein.
