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Trader oder Junkie? 3 Anzeichen für Krypto-Sucht – und ihre fatalen Folgen

Laut Psychologen werden immer mehr junge Männer süchtig nach Krypto. Was ist eine Kryptosucht – und wie erkennt man sie?

Giacomo Maihofer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Kryptosucht

Beitragsbild: shutterstock

Oft beginnt eine Krypto-Sucht schleichend. Die Gedanken von Betroffenen kreisen immer stärker um den Markt, ihre Investments. Sie schlafen schlecht, ziehen sich zurück und gehen waghalsige Risiken ein – bis zum Totalverlust.

“Einige unserer Patienten haben dreistellige Millionenbeträge mit Krypto verdient – sind aber dabei in eine Abhängigkeit von diesem permanenten Thrill geraten, der ihr Privatleben quasi zerstört hat”, schreibt The Balance, ein Reha-Zentrum für Kryptosüchtige auf Mallorca.

Psychologen forschen seit gut einem Jahr an den Ursachen und Folgen von Kryptosucht. Laut ihnen greift das Problem weltweit um sich und ist vergleichbar mit Glücksspielsucht. Oft trifft es junge, gebildete Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Manche geraten in einen teuflischen Kreislauf und verzocken ihr gesamtes Vermögen.

Rehab-Kliniken wie Castle Craig in Schottland und The Balance spezialisieren sich mittlerweile auf die Erforschung und Behandlung der Krankheit. Betroffene bekommen dort Hilfe. Auch BTC-ECHO arbeitet an einer größeren Story zum Thema – mehr dazu in Kürze.

Warum Krypto besonders süchtig macht

Krypto begünstigt laut Experten ein Suchtverhalten. Anders als die Börse schläft der Markt nie. Trader können rund um die Uhr handeln und das Geschehen stets live verfolgen. Die Kurse sind zudem extrem volatil. Sie explodieren und crashen, oft innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen. Das sorgt bei Händlern für besonders intensive Höhen und Tiefen in kürzester Zeit. Trading-Apps wie Robinhood verschärfen das Problem noch. Sie machen den Handel so aufregend wie ein Videospiel.

Wie erkennt man die Anfänge einer Krypto-Sucht – und was sind die Folgen? Auf diese drei Warnsignale solltet ihr achten.

1. Du checkst rund um die Uhr die Kurse

Kryptojunkies checken auf ihrem Smartphone ständig das Marktgeschehen – auch mitten in der Nacht. “Der Zwang, alle fünf Minuten oder jede halbe Stunde nachzuschauen und sich zu informieren, wird zu einer völlig neuen Sucht”, sagt der Therapeut Jose Pereira. Die Gedanken kreisen obsessiv um die Kurse: Sind sie gestiegen oder gefallen? Soll ich mehr investieren oder verkaufen? FOMO, die sogenannte Fear of Missing Out, wird zum ständigen Begleiter und macht einen geregelten Alltag irgendwann unmöglich.

2. Du gierst nach dem nächsten Trade

Jeder Trade verschafft laut Stanford-Suchtexpertin Anna Lembke “einen kleinen Dopaminschub, gefolgt von einem Defizit.” Ein teuflischer Kreislauf folgt. Trader mit schwerer Sucht handeln auf der Suche nach dem nächsten High bis zu 16 Stunden am Tag. Manche schlittern irgendwann ins sogenannte “Revenge Trading”. Sie investieren immer mehr Geld in der Hoffnung ihre Verluste wiederzugewinnen. Am Ende stehen sie vor einem riesigen Schuldenberg.

3. Deine Stimmung koppelt sich an den Bitcoin-Kurs – und stürzt mit ihm in den Keller

Das Gefühlsleben von Betroffenen wird abhängig von den volatilen Marktkursen. Schießen sie hoch, sind Kryptojunkies glücklich. Stürzt der Markt ab, tun sie es auch. Im schlimmsten Fall finden Betroffene keine ruhige Minute mehr. Sie schlafen schlecht und vernachlässigen ihr sonstiges Leben, ihre Freunde, Familie, sich selbst. Viele Betroffene ziehen sich im Laufe immer stärker von ihrem Umfeld zurück, vereinsamen.

“Um über längere Zeiträume wach und aufmerksam zu bleiben, greifen manche Händler zu übermäßigem Kaffeekonsum, Adderall, Kokain oder anderen Stimulanzien”, warnt das Reha-Zentrum, The Balance. Die Folge: Depressionen, Manie, Angststörungen. Oft ist das der Beginn einer radikalen Abwärtsspirale, die nur noch mit einer Therapie in den Griff zu bekommen ist.

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