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Alles NeulandDeFi: World Economic Forum präsentiert Toolkit für Regulierungsbehörden

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlichte per White Paper ein DeFi-Toolkit für politische Entscheidungsträger, um die Chancen und Risiken zu untersuchen.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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World Economic Forum

Quelle: Shutterstock

Die Regulierung von Decentralized Finance (DeFi) gilt absolut zu Recht als schwieriges Unterfangen. Smart Contracts bieten zwar viele Vorteile. Sie ziehen allerdings auch viele schwarze Schafe an, die das große Potenzial zu betrügerischen Zwecken missbrauchen. Dennoch möchten viele Befürworter von DeFi den geschätzt 1,7 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung ohne Bankkonto die finanzielle Inklusion ermöglichen. Daher hat das World Economic Forum (WEF) nun in Zusammenarbeit mit der Wharton School der University of Pennsylvania ein DeFi-Rahmenwerk veröffentlicht. Es soll politischen Entscheidungsträgern helfen, DeFi zu bewerten und mögliche regulatorische Maßnahmen zu entwerfen.

Der WEF-Bericht identifiziert einige Risiken, die man bei DeFi beachten sollte. Zum Beispiel sollten sich politische Entscheidungsträger des “Marktrisikos” bewusst sein. Dieses tritt insbesondere dann ein, wenn der Vermögenswert aus diversen Gründen sinkt, die aber alle zu den Gesetzen des Marktes gehören. Auch gebe es stets ein gewisses „Liquiditätsrisiko“: die Gefahr, dass nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen, um Vermögensentnahmen zu decken.

Konkrete Maßnahmen erwähnt das WEF nicht

Das White Paper dient somit als eine Art Toolkit. Es möchte einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des relativ jungen DeFi-Sektors innerhalb des breiteren Krypto-Ökosystems zu informieren. Das WEF beabsichtigt mit dem Papier jedoch nicht, spezifische politische Maßnahmen für Regulierungsbehörden zu empfehlen. In dem Dokument heißt es, dass es sich stattdessen eher darauf konzentriert, zu beschreiben, welche Probleme DeFi lösen kann. Außerdem möchte es die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bereiche lenken, in denen die Regulierungsbehörden möglicherweise Nachholbedarf haben.

DeFi wird weitere Fragen darüber aufwerfen, ob die Regulierungsbehörden über die richtigen Instrumente verfügen, um sich mit den sich entwickelnden Marktaktivitäten auseinanderzusetzen, und wie sie ihre Zuständigkeit für eine Reihe von Technologien und Akteuren geltend machen können, die von Natur aus grenzenlos und global sind,

heißt es in dem Dokument. 

Das WEF ist die erste zwischenstaatliche Einrichtung, die sich mit DeFi befasst. Zuvor hatte die Financial Action Task Force (FATF) – eine internationale Aufsichtsbehörde für Geldwäsche – Anfang des Jahres einen Vorschlag für regulatorische Richtlinien zu DeFi veröffentlicht. Die Aufsichtsbehörden schenken dem Bereich zunehmend Aufmerksamkeit, insbesondere im Zuge des jüngsten bullischen Entwicklung des Kryptomarktes. Jehudi Castro Sierra, Berater für digitale Transformation bei der kolumbianischen Präsidentschaft, erklärte bereits, dass sein Land das erste sein wird, das das Toolkit nutzt, um Richtlinien und Vorschriften rund um DeFi in Lateinamerika zu entwickeln.

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