Ein Plus von 15 Prozent in den vergangenen sieben Tagen: Der DeFi-Token Morpho (MORPHO) gehört auf Wochensicht zu den größten Kursgewinnern am Krypto-Markt. Ein möglicher Impulsgeber: Coinbase. Die US-Kryptobörse hat ihr Onchain-Kreditangebot, das über das Lending-Protokoll Morpho auf Base läuft, deutlich ausgeweitet.
Konkret können berechtigte US-Kunden (außerhalb von New York) nun auch XRP, Dogecoin, Cardano und Litecoin als Sicherheiten hinterlegen, um sich bis zu 100.000 US-Dollar in USDC zu leihen – ohne ihre Bestände verkaufen zu müssen. Bisher waren lediglich Bitcoin und später Ether als Collateral zugelassen. Laut On-Chain-Daten wurden über das Produkt bereits Kredite im Volumen von über 1,9 Milliarden US-Dollar vergeben. Für Morpho bedeutet das: mehr Sichtbarkeit, potenziell steigende Nutzung und ein wachsendes institutionelles Signal.
Was ist Morpho?
Morpho ist ein dezentralisiertes Lending-Protokoll, das Peer-to-Peer-Mechaniken mit klassischen DeFi-Pools kombiniert, um Kreditvergabe effizienter, günstiger und institutionentauglich zu gestalten. Durch sogenannte Vaults können Assets automatisch in renditestarke Strategien überführt werden.
Das Protokoll hat laut Daten von DeFiLama einen Total Value Locked von aktuell 5,7 Milliarden US-Dollar. Der MORPHO-Token bietet Governance-Rechte, und die Non-Profit-Struktur des Protokolls sorgt dafür, dass Einnahmen vollständig in die Weiterentwicklung fließen. Das Projekt ist für Institutionen und Kleinanleger gleichermaßen geeignet.
Technischer Befreiungsschlag oder nur kurzes Strohfeuer?
Morpho notiert aktuell bei 1,631 US-Dollar und damit rund 1,37 Prozent höher als noch vor 24 Stunden. In der Spitze kletterte der Kurs bis auf 1,659 US-Dollar, das Tagestief lag bei 1,597 US-Dollar. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 897 Millionen US-Dollar bewegt sich der Token weiterhin im Midcap-Bereich – ein Segment, das erfahrungsgemäß besonders sensibel auf Newsflow und Momentum reagiert.
Die jüngste Aufwärtsbewegung fügt sich sauber in eine Serie höherer Hochs und höherer Tiefs ein. Damit ist der kurzfristige Trend technisch klar aufwärtsgerichtet.
Bullen verteidigen den Trendkanal
Ein entscheidender Faktor bleibt der EMA-20 bei 1,554 US-Dollar. Der Kurs notiert deutlich darüber – ein Signal, dass Käufer aktuell die Kontrolle behalten. Solange Morpho diese gleitende Durchschnittslinie verteidigt, bleibt das bullishe Szenario intakt.
Als erste kurzfristige Unterstützung fungiert der Bereich um 1,597 US-Dollar. Darunter rückt der EMA-20 in den Fokus. Ein Rücksetzer in diese Zone wäre aus technischer Sicht zunächst gesund und würde den Markt abkühlen, ohne den Aufwärtstrend zu brechen.
Auf der Oberseite bildet das Hoch bei 1,659 US-Dollar die unmittelbare Schlüsselmarke. Hier entscheidet sich, ob aus der Erholung ein neuer Impuls entsteht.
Überkauft, aber noch nicht erschöpft
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei rund 79 Punkten – ein klarer Hinweis auf einen überkauften Markt. Historisch folgen auf solche Werte häufig Konsolidierungsphasen oder kurze Rücksetzer. Gleichzeitig zeigt der RSI aber auch: Das Momentum ist stark.
Die Bollinger-Bänder haben sich zuletzt deutlich ausgeweitet, was auf steigende Volatilität hindeutet. Das unterstreicht die Dynamik der Bewegung, erhöht jedoch auch das Risiko scharfer Gegenbewegungen.
Ausbruch oder Abkühlung?
Gelingt Morpho ein nachhaltiger Ausbruch über 1,659 US-Dollar – idealerweise mit steigendem Handelsvolumen –, könnte sich weiteres Potenzial in Richtung 1,70 bis 1,95 US-Dollar eröffnen. In diesem Bereich lägen die nächsten technisch ableitbaren Zielzonen.
Scheitert der Kurs hingegen mehrfach an diesem Widerstand und rutscht unter 1,554 US-Dollar, würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. In diesem Fall wäre ein Rücklauf in Richtung der Zone um 1,295 US-Dollar technisch plausibel.
Was bedeutet das jetzt für Anleger?
Kurzfristig bleibt Morpho technisch bullish, getragen von positivem Newsflow rund um Coinbase und einer stabilen Trendstruktur. Allerdings signalisiert die Indikatorenlage eine überhitzte Phase.
Für Momentum-Trader bleibt der Ausbruch über 1,659 US-Dollar der Trigger. Vorsichtige Anleger könnten hingegen auf eine Konsolidierung in Richtung EMA-20 warten, um das Risiko-Rendite-Verhältnis zu verbessern.
Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob Morpho aus der aktuellen Bewegung einen nachhaltigen Trend formt oder ob zunächst eine gesunde Abkühlung ansteht.
Redaktioneller Hinweis: Die charttechnischen Informationen wurden mit Hilfe von Softwaretools und KI-Systemen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen.
Wer die Gelegenheit nutzen möchte, um bei Morpho oder anderen Krypto-Assets zuzuschlagen, kann dafür Coinbase nutzen. Neukunden erhalten hier 30 Euro in Bitcoin geschenkt, wenn sie mindestens die gleiche Summe investieren.
