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Bithumb Das wird teuer – Bitcoin-Börse muss Steuern nachzahlen

Die koreanische Bitcoin-Börse Bithumb muss Steuern nachzahlen. Wie aus koreanischen Medienberichten hervorgeht, hat die Steuerbehörde das Krypto-Unternehmen nun zur Kasse gebeten.

Phillip Horch
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Beitragsbild: Shutterstock

Wenn die Steuerbehörde zweimal klingelt, könnte es teuer werden. So geschehen an der Klingel der Bitcoin-Börse Bithumb. Diese muss laut lokalen Medienberichten die stattliche Summe von 80,3 Milliarden Won bezahlen – umgerechnet gut 69,3 Millionen US-Dollar. Wie das südkoreanische Magazin Pulse am 30. Dezember berichtet, sei die Forderung bereits am 27. Dezember bei Vidente Co., dem größten Shareholder von Bithumb eingegangen.

Ob der Shareholder der Bitcoin-Börse tatsächlich bezahlen wird, ist bis dato allerdings noch nicht gesichert. Denn wie Pulse weiter berichtet, will Vidente gegen den Bescheid rechtliche Schritte einleiten. Demgegenüber soll die koreanische Steuerbehörde bereits im Januar 2018 festgestellt haben, dass es Bithumb versäumt habe, die Abzugssteuern von ausländischen Krypto-Tradern auf der Plattform abzuführen.

Bitcoin-Börse Bithumb: Koreanischer Krypto-Gigant in Bedrängnis

Die Bitcoin-Börse aus Korea zählt zu den größten Krypto-Exchanges weltweit. Mit der Eröffnung einer Plattform für Security Token hatte Bithumb sein Geschäftsfeld im Jahr 2018 erweitert. Wie aus einer offiziellen Mitteilung vom November hervorgeht, plant das Unternehmen indes, seine Reichweite auf den gesamten digitalen Finanzsektor auszubreiten. Dementsprechend will das Unternehmen vor allem in den Krypto-Verwahrungsraum eindringen, entsprechende Custody-Lösungen sind offenbar in Planung. Laut eigenen Angaben will Bithumb zu einer Professionalisierung des Markts beitragen.

Bithumb Hack

Diesen hat der Krypto-Markt offenbar nötig, was Bithumb nicht zuletzt unter Beweis stellte. So fiel die Bitcoin-Börse im März dieses Jahres einem Hacker-Angriff zum Opfer. Bei diesem Angriff sollen Coins der Kryptowährungen XRP und EOS im zweistelligen Millionenbereich abhandengekommen sein. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass es sich bei der Aktion möglicherweise um einen Insiderjob gehandelt haben könnte – der Täter soll dementsprechend aus Bithumb-Reihen gekommen sein.

Dabei hatte es sich nicht um den ersten derartigen Vorfall im Zusammenhang mit der Bitcoin-Börse gehandelt. Zuvor war das Unternehmen bereits im Juni 2018 und zu Beginn des Jahres 2017 Opfer von Cyber-Angriffen geworden. Die abhandengekommenen Kryptowährungen bewegten sich hier zusammengerechnet im 100-Millionen-US-Dollar-Bereich. Unbestätigte Mutmaßungen nahmen hier politische Dimensionen an – Gerüchten zufolge soll der totalitäre Nachbarstaat Nordkorea hinter den Angriffen gesteckt haben. Bestätigt werden konnte das allerdings nicht.

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