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Finanzmarkt im Überblick  Das wird für Krypto und Bitcoin in dieser Woche wichtig

Anleger im Krypto-Space sollten in der aktuellen Handelswoche vom 15. bis 19. August folgende relevante Wirtschafts- und Finanzdaten genau im Blick haben.

Stefan Lübeck
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Stock Exchange Gebäude

Beitragsbild: Shutterstock

| EZB-Chefin Lagarde und Fed-Chef Powell werden sich zum Wochenauftakt zur aktuellen wirtschaftlichen Lage äußern.

Eine niedriger als von Analysten im Vorfeld erwartete Inflation im Monat Juli sorgte in der letzten Handelswoche für ansteigende Kurse am Kryptomarkt. Die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) stieg kurzfristig auf 25.000 US-Dollar und handelt trotz leichten Gewinnmitnahmen am heutigen Montag im 7-Tage-Vergleich gut 3 Prozent höher bei rund 24.000 US-Dollar. Auch Ethereum (ETH) profitierte von der Erholung am klassischen Finanzmarkt und stieg am vergangenen Wochenende auf ein neues Verlaufshoch bei 2.040 US-Dollar an. Damit erreichte die zweitgrößte Kryptowährung ein erstes wichtiges Kursziel.

Neben der zuletzt leicht rückläufigen US-Inflationsrate stehen in dieser Handelswoche frische Daten zu den Einzelhandelsumsätzen in den USA sowie dem Verbraucherpreisindex im Euroraum im Blick der Investoren. Ob sich die positive Kursentwicklung der Vorwoche auch in dieser Handelswoche fortsetzt, dürfte somit erneut maßgeblich von wirtschaftlichen Kenndaten abhängen. Welche Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA in dieser Woche einen Einfluss auf die Kursentwicklung von Bitcoin, Ethereum und Co. haben könnten, lest ihr im nachfolgenden Übersichtsartikel.

Baugenehmigungen in den USA zum Wochenauftakt

Am morgigen Dienstag, dem 16. August, wird um 14:30 Uhr (MEZ) zunächst die Zahl der Baugenehmigungen für den Monat Juli in den USA vom Consensus Bureau veröffentlicht. Die Prognose der Experten liegt bei 1,640 Millionen, nach 1,696 Millionen neuer Genehmigungen im Vormonat Juni. Die Baugenehmigungen gelten in den USA als Frühindikator für den Wohnungsmarkt. Übersteigen die erteilten Baugenehmigungen die Expertenerwartungen, deutet das auf einen weiterhin robusten Immobiliensektor in den USA hin. Ein anhaltend starker Häusermarkt könnte die US-Notenbank Fed in ihrer Sicht bestärken, wie geplant weitere Zinsschritte durchführen. Ein robuster Häusermarkt dürfte sich in einer ersten Kursreaktion daher negativ auf den US-Aktienmarkt sowie den Kryptomarkt auswirken.

US-Einzelhandelsumsätze zur Wochenmitte

Am Mittwoch, dem 17. August, werden um 14:30 Uhr (MEZ) die Einzelhandelsumsätze in den USA für den Monat Juli veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze gelten als wichtiger Indikator für die Kauflaune der Konsumenten. Zuletzt waren die Umsätze im US-Einzelhandel mit +1,0 Prozent deutlich stärker als von den Experten erwartet ausgefallen. Für den Monat Juli rechnen die Marktteilnehmer mit einem Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Sollte die Prognose abermals getoppt werden und die Konsumlaune in den USA zeigt sich weiterhin robust, dürfte das die Fed in ihrem Plan bestätigen, bis Jahresende noch drei Zinserhöhungen durchzuführen. Um 20:00 Uhr (MEZ) folgt die Veröffentlichung des FOMC Sitzungsprotokolls der US-amerikanischen Notenbank Fed zur letzten Notenbanksitzung im Juli. Investoren erhoffen sich weitere relevante Informationen zur wirtschaftlichen Lage sowie der zukünftigen Geldpolitik der Fed. Am Mittwochabend ist daher mit erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten zu planen.

Verbraucherpreisindex (VPI) für die Eurozone am Donnerstag

Am Donnerstag, dem 18. August, wird um 11:00 Uhr (MEZ) zunächst der Verbraucherpreisindex (VPI) im Euroraum für den Monat Juli veröffentlicht. Die Analysten prognostizieren einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozentpunkte. Damit liegt die Schätzung erneut auf Vormonatsniveau. Sollte die Inflationsrate, wie zuletzt in den USA, niedriger ausfallen als erwartet, nimmt der Druck auf die EZB zumindest leicht ab. In einer ersten Reaktion dürften die Aktienindizes in Europa und den USA weiter zulegen und auch den Kryptomarkt mit gen Norden ziehen. EZB-Chefin Lagarde wird dennoch nicht von ihrer Politik der geplanten Zinserhöhungen in den kommenden Handelsmonaten abweichen können. Vom anvisierten Ziel einer jährlichen zweiprozentigen Inflationsrate ist die EZB weiterhin weit entfernt.

US-Hausverkäufe beschließen den dieswöchigen Datenreigen

Ebenfalls am Donnerstag folgen um 16:00 Uhr (MEZ) frische Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser in den USA. Die Verkäufe bestehender Häuser beschreiben die monatlichen Verkäufe der bereits vorhandenen Eigenheime in den USA. Analysten rechnen für den Monat Juli mit einer weiter rückläufigen Anzahl an Hausverkäufen. Die Marktexperten erwarten 4,89 Millionen Verkäufe. Im Vormonat Juni hatten noch 5,12 Millionen Häuser den Besitzer gewechselt.

Da die Verkäufe bestehender Häuser rund 90 Prozent des amerikanischen Immobilienmarktes ausmachen, ist diese Kennzahl eine wichtige Komponente für die Beurteilung der US-Verbraucherausgaben. Fällt die Anzahl der verkauften Eigenheime im Gegensatz zum Vormonat Juni höher als erwartet aus, deutet das auf eine erste Stabilisierung am zuletzt schwachen Häusermarkt hin.

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