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Finanzmarkt im Überblick  Das wird für Bitcoin und Co. in dieser Woche wichtig

Anleger im Krypto-Space sollten in der aktuellen Handelswoche diese Wirtschafts- und Finanzdaten genau im Blick haben.

Stefan Lübeck
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Stock Exchange Gebäude

Beitragsbild: Shutterstock

| Deutsche Erzeugerpreise und das Sitzungsprotokoll der EZB stehen diese Woche im Fokus.

Trotz einer erneuten Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed um 0,75 Prozentpunkte und hawkishen Aussagen von Fed-Chef Powell zur Wochenmitte, infolgedessen die US-Aktienindizes deutlich im Kurs absackten, konnte die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC), die psychologische Kursmarke von 20.000 USD erneut verteidigen. Den letzten Handelstag der Woche am klassischen Finanzmarkt beendete Bitcoin mit 21.478 USD auf einem neuen sieben Wochenhoch, und legte entgegengesetzt zu den Technologie-Schwergewichten Amazon, Apple und Alphabet, die allesamt sechs Prozentpunkte im Wert nachgaben, im Wert zu. Zwar konsolidierte der BTC-Kurs kurz vor Wochenschluss am Sonntagabend ebenfalls zurück unter die 21.000 USD, die Outperformance der Vorwochen hält somit vorerst weiter an. Ein neuer Resillienztest für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt droht sich derweil durch einen angedrohten Verkauf des FTX-Coins (FTT) der Börse FTX des Milliardärs und FTX-Gründers Sam Bankman Fried durch den Konkurrenten Binance.com zu entwickeln. CZ, der Gründer von Binance, ließ am späten Sonntagabend des 6. Novembers verlauten, dass sich die weltweite größte Krypto-Exchange von seinem kompletten Bestand an FTT-Coins trennen werde. In der Folge tendierte der gesamte Kryptomarkt in einer Erstreaktion gen Süden und es kam bei einigen Altcoins zu vermehrten Gewinnmitnahmen. Der Grund dieser plötzlichen Verkaufsentscheidung durch Binance ist womöglich in den jüngsten Regulierungsvorschlägen des DeFi-Sektors des FTX-Gründers zu suchen, welche eine deutliche Kritik bei Mitstreitern auslöste.

Zwischenwahlen in den USA im Fokus der Anleger

Dienstag, 8. November 2022: In dieser Handelswoche, welche nur wenige Wirtschaftsdaten aus dem klassischen Finanzmarkt bereithält, schauen die Investoren diese Woche vor allem auf die Zwischenwahlen in den USA. Neben dem Repräsentantenhaus werden 30 Prozent des Senats neu gewählt. Sollten die Demokraten von US-Präsident Joe Biden hier eine Wahlschlappe erleiden, droht, wie bereits in der zweiten Amtszeit von Barack Obama, zwei Jahre politischer Stillstand durch eine Blockadepolitik der Republikaner. Zwingend nötige Reformen, wie der energiepolitische Wandel, dürften dann nur von kurzer Dauer sein. Jegliche Gesetzesänderungen könnte Biden dann nur per Dekret durchsetzen. Da die US-Börse historisch betrachtet deutlich stärker zulegen konnte, wenn die Republikaner an der Macht waren, dürften US-Investoren eine mögliche Niederlage der Demokraten paradoxerweise dennoch in einer Erstreaktion positiv aufnehmen.

Verbraucherpreise in China zur Wochenmitte

Mittwoch, 9. November 2022: Um 02:30 Uhr (MEZ) veröffentlicht die Volksrepublik aktualisierte Inflationsdaten für den Monat Oktober. Im Monatsvergleich gegenüber dem Monat September wird eine leichte Steigerung des Verbraucherpreises von 0,3 Prozent auf 0,4 Prozent erwartet. Sollten die Verbraucherpreise in China erneut oberhalb der Prognosen ausfallen, müsste auch die chinesische Notenbank PBOC eine Leitzinserhöhung in Betracht ziehen. Da sich die Vertreter des Reichs der Mitte jedoch nur ungern in ihre Karten schauen lassen, sind die präsentierten Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Perspektivisch dürften weiter ansteigende Verbraucherpreise die PBOC ebenfalls weiter unter Zugzwang bringen.

CPI-Verbraucherpreisindex liefert neue Erkenntnisse zur US-Inflationsrate

Donnerstag, 10. November: Um 14:30 Uhr (MEZ) veröffentlicht das U.S. Bureau of Labor Statistics die neusten Inflationsdaten für den zurückliegenden Monat Oktober. Im Vergleich zum Vormonat September wird bei der Kernrate, welche die Energie- und Lebensmittelpreise nicht berücksichtigt, mit einem leichten Rückgang von 0,6 Prozentpunkten auf 0,5 Prozent gerechnet. Für den gleichen Zeitraum rechnen Experten beim Verbraucherpreisindex inklusive Energie und Lebensmittel indes mit einem Anstieg von 0,4 Prozent im Monat September auf 0,7 Prozent im Oktober. Bestätigen sich die Prognosen der Marktanalysten, besteht für die US-Notenbank Fed bei ihrer letzten Zinsentscheidung im Dezember weiterer Handlungsbedarf. In der Folge dürfte der US-Dollar weiter an Stärke gewinnen und weiteren Verkaufsdruck auf den Aktienmarkt und damit womöglich auch auf den Kryptosektor erzeugen. Ein geringer als erwarteter Anstieg dürften den Druck auf diese Assetklassen indes abnehmen lassen und der Fed mehr Spielraum bei der Leitzinsentscheidung im Dezember bieten. Die Experten schauen zuletzt weniger auf die Vergleichszahlen zum Vorjahr, da diese wegen des deutlichen Inflationsanstiegs im Oktober und November des Vorjahres verzerren können und die Entwicklung der Verbraucherpreise ungenauer widerspiegeln.

US-Verbrauchervertrauen zum Wochenschluss

Freitag, 11. November: Um 16:00 Uhr (MEZ) schauen die Marktteilnehmer schließlich auf die neusten Prognosen der Universität Michigan zum Verbrauchervertrauen der Haushalte in den USA für den Monat November. Das Verbrauchervertrauen spiegelt den Grad des Optimismus der Konsumenten zur konjunkturellen Entwicklung in den USA. Bei der letzten Veröffentlichung Ende Oktober lag das Vertrauen der privaten Haushalte bei 56,2. Für die erste Prognose im laufenden Monat November liegt die Expertenschätzung mit 56,0 geringfügig unter den finalen Zahlen des Vormonats. Sollten die ersten Zahlen zum Verbrauchervertrauen im November nach einer Stabilisierung bei den letzten veröffentlichten Werten oberhalb vermuteten Schätzungen liegen, dürfte der US-Dollar in einer Erstreaktion profitieren können und im Wert zulegen. Dieses könnte sich wie bereits zuletzt negativ auf den Aktienmarkt sowie den Bitcoin-Kurs auswirken. Fällt das Verbrauchervertrauen jedoch wieder unter den erwarteten Wert von 56,0 zurück, könnte dieses hingegen einen stabilisierenden Effekt auf Aktien und Kryptowährungen haben.

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