Stacking Bitcoin Das Meinungs-ECHO: Wird Microstrategy zum Bitcoin-Fonds?
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Münzen gestapelt auf einem Tisch

Quelle: Shutterstock

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Microstrategy mag zwar das Bargeld ausgehen, das hindert das Unternehmen aber nicht daran, weitere Bitcoin zu kaufen. Mit speziellen Schuldverschreibungen will das das Nasdaq-Unternehmen nun weitere BTC im Wert von 400 Millionen USD kaufen. Doch langsam melden sich erste Kritiker der Strategie zu Wort. Das Meinungsbild-ECHO.

Gold und Bitcoin bedienen ähnliche Investment-Narrative. Schließlich gilt das Edelmetall traditionell als guter Wertspeicher. In Krisenzeiten oder in Perioden hoher Inflation kaufen Investoren verstärkt Gold, um sich so gegen die Unwägbarkeiten der Zukunft abzusichern. An Lesern von BTC-ECHO dürfte nicht vorbeigegangen sein, dass das Metall einen ernstzunehmenden Konkurrenten aus der digitalen Welt bekommen hat: Bitcoin.

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Diese Erkenntnis dringt unterdessen auch in den traditionellen Finanzsektor durch. Jüngst zeichnete etwa JP-Morgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou das Argument für Bitcoin nach.

Die Annahme von Bitcoin durch institutionelle Anleger hat gerade erst begonnen. Währenddessen ist die Verbreitung von Gold durch institutionelle Anleger schon sehr weit fortgeschritten,

sagte der Analyst gegenüber Bloomberg. Demnach sei die Gold-Story bereits auserzählt, während Bitcoin immer stärker an Momentum gewinne. Sollten Investoren auch nur kleine Teile ihres Gold-Portfolios in BTC diversifizieren, könnte das Edelmetall in echte Schwierigkeiten geraten.

Sollte sich diese mittel- bis längerfristige These bewahrheiten, würde der Goldpreis in den kommenden Jahren unter einem strukturellen Kapital-Abfluss leiden,

schreibt der Analyst.

Microstrategy schlägt wieder zu

Michael Saylor kriegt den Hals nicht voll. Der charismatische CEO des Business-Intelligence-Unternehmens Microstrategy langte bereits Mehrfach selbstbewusst auf dem Bitcoin-Markt zu. Aktuell befinden sich nach Angabe von bitcointreasuries.org über 40.000 BTC auf der Bilanzsumme des Unternehmens. Doch digitales Gold im Gegenwert von 720 Millionen USD scheint noch nicht zu langen.

Denn wie Microstrategy am 7. Dezember bekanntgeben hatte, plant das Unternehmen die Ausgabe von sogenannten Senior Convertible Notes, also verzinsten Schuldverschreibung, die in Aktien umtauschbar sind. Mit den Einkünften im Wert von 400 Millionen US-Dollar will Microstrategy sodann – dreimal darf man raten – weitere Bitcoin kaufen.

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Neben der Bitcoin Community freut das vor allem die Aktionäre. Seit der Bekanntgabe der ersten großen Bitcoin-Shoppingtour stieg die Microstrategy-Aktie um sage und schreibe 116 Prozent.

Doch nicht alle sind mit dem riskanten Gebaren des Nasdaq-Unternehmens einverstanden. Die Citi Group warnt Anleger bereits vor dem Titel.

Die Emission neuer Schulden zur Finanzierung von Bitcoin-Käufen ist aggressiv und könnte ein Deal-Breaker für Software-Investoren sein, die befürchten, dass sie nun einen risikoreicheren Vermögensverwalter besitzen,

schreibt die Bank in einem Memo, das The Block vorliegt. In anderen Worten warnt die Citi Bank vor einer Umstrukturierung von Microstrategy zu einer Art Bitcoin Fonds. Das sei nicht per se verwerflich. Investorinnen und Investoren müssten nur genau wissen, worin sie investieren.

Die vielbeschworene Bitcoin-Liquiditätskrise

Ich wiederhole mich aber es spielt sich gerade eine Bitcoin-Liquiditätskrise vor unseren Augen ab. Immer mehr BTC werden von Exchanges abgezogen. Weitere 700 Millionen US-Dollar (USD) sind letzte Woche von den Börsen abgehoben worden, immer mehr Menschen hamstern.

Übersetzung des Tweets

Man hört es immer wieder: Die Bitcoin werden knapp. Nicht nur kaufen Großinvestoren wie Microstrategy oder Grayscale massig BTC. Auch der Retail-Sektor treibt augenscheinlich die Verknappung der BTC-Angebotsmenge voran. So nimmt die Menge an Coins, die Anleger aktuell auf Konten von Bitcoin-Börsen wie Binance halten, seit Anfang dieses Jahres stetig ab.

Im Klartext bedeutet das, dass immer mehr Bitcoiner ihre Coins eigenverantwortlich verwalten und sie etwa auf Hardware Wallets wie Ledger oder Coldcard ablegen. Gleichzeitig sinkt mit den Transfers auch die Angebotsmenge verfügbarer BTC, was zu einer abermaligen Verknappung auf der Verkaufsseite führt. Nach Ansicht von Marktbeobachtern wie Danny Scott, CEO der Bitcoin-Börse CoinCorner, könnte dies mittelfristig zu „rapiden Kursbewegungen“ führen.

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