Das große Memecoin-Sterben 12 Token, die verbrannt sind

Das Geschäft mit Memecoins wirft am Krypto-Markt hohe Gewinne ab. Nicht alle halten jedoch, was sie versprechen. Bei diesen Token ist Vorsicht geboten.

Moritz Draht
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Beitragsbild: Shutterstock

| Memecoin-Projekte, die von Gründern fallen gelassen werden, sind keine Seltenheit

Memecoins sorgten in den letzten Monaten für reichlich Gewinne. Im Fahrwasser plätschern jedoch auch Projekte mit, die bis heute nicht geliefert und sich für Anleger als Fehlinvestition entpuppt haben. Auf diesen Missstand machte ZachXBT auf Twitter-Nachfolger X aufmerksam. Der für seine Enthüllungen im Krypto-Sektor bekannte Analyst weist auf ein Dutzend Projekte hin, die stillschweigend von der Bildfläche verschwanden. Der Schaden geht in die Millionen.

Memecoin-Reinfälle

Sie tragen illustre Tickersymbole wie “Frog”, “Crying” oder “Sorry”. Kryptowährungen, die im Zuge des Memecoin Hypes entstanden sind. Und von denen sich Anleger wohl ähnliche hohe Gewinnspannen wie bei “Dogwifhat” oder “Bonk” versprochen haben. Daraus ist jedoch bis heute nichts geworden. Denn ihn allen ist gemein: Sie sind praktisch tot.

Konkret geht es um Token, die über Vorverkäufe, sogenannte Presales, an Investoren vermarktet wurden. Die deckten sich in Erwartung an steigende Kurse nach Handelsbeginn im großen Stil ein. Die Bilanz jedoch nach einem Monat: enttäuschend. “Zwölf der Solana Presale Memecoins wurden komplett aufgegeben”, schreibt ZachXBT. Und damit rund 180.000 Solana-Token, etwa 26,7 Millionen US-Dollar, an Investorengeldern verbrannt.

“Never launched haha”

Mit über 50.000 Solana-Token, umgerechnet über sieben Millionen US-Dollar, verbucht “I like this Coin”, kurz “Like”, die höchsten Mittelzuflüsse. Dahinter steht der anonyme Twitter-Account “pokeee.eth”. Für Käufer ein Desaster: Bereits in den ersten Handelsstunden brach der Kurs des Memecoins um über 90 Prozent ein. Aktuell liegt er 91 Prozent im Minus. Der letzte Beitrag über das Projekt auf X stammt vom 31. März.

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Ähnlich erging es “Moonke”, gegründet von “RockyXBT”. Über ihn ist ebenfalls nichts bekannt. Fast sechs Millionen Dollar flossen in den Presale, der Kurs ist inzwischen um 40 Prozent gesunken. Auch hier gab es seit einem Monat keine Informationen mehr über das Projekt.

Bei einem der Token konnte es nicht einmal zu einem Kurseinbruch kommen – denn der ging nie in den Handel. “Never launched haha”, kommentiert ZachXBT. Sein dringender Appell: “Ich würde alle zukünftigen Projekte, die von diesen Gründern gestartet werden, vermeiden”. Der Verlust des namenlosen Memecoins beläuft sich auf 700.000 US-Dollar.

Jeder zweite Presale-Token ist Betrug

Token, deren Bestände über Presales an Frühinvestoren verkauft werden, entpuppen sich immer häufiger als Abzocke. Angaben des Blockchain-Sicherheitsunternehmens Blockaid zufolge sind 50 Prozent der jüngst gelaunchten Presale Token Betrug. Für Anleger ist das oftmals nicht ersichtlich.

Durch den Erfolg einiger Memecoin-Projekte strömen zurzeit unüberschaubar viele neue Token in den Markt. Viele von ihnen ohne White Paper, Roadmap oder Team. Und die meisten: auf Solana. Die Quote an Trittbrettfahrern auf der Hype-Blockchain ist hoch. Solange es Memecoins gibt, die hohe Gewinne abwerfen, dürfte ihr Anteil nicht geringer werden.

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