Eine Bilanz  

Das „Gas-Gebühren-Experiment“: Was bleibt von den Versprechen?

Das London-Update sollte die Ethereum-Gebühren berechenbarer und das Angebot langfristig knapper machen. Die erhoffte Wirkung blieb aber aus. Was also bleibt nach fünf Jahren Burn?

Jan-Malte Minnerup
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Eine Ethereum-Münze schwimmt in der Meeres-Bucht

Beitragsbild: Shutterstock

| Trotz Brun von 4,6 Millionen ETH ist das Ether-Angebot heute größer als vorher.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Warum Ethereum trotz Burn nicht deflationär ist
  • Weshalb EIP-1559 die Gebühren nicht dauerhaft senken konnte
  • Welche Rolle der Merge für die ETH-Neuemissionen spielte
  • Was von den ursprünglichen Verbrechen heute noch übrig ist

Heute vor fünf Jahren wurde auf Ethereum Geschichte geschrieben. Mit der Aktivierung des London-Upgrades am 5. August 2021 hat sich die Art, wie Transaktionsgebühren auf der Chain berechnet werden, grundlegend geändert. Ein Teil der Gas-Fees wird seitdem bei jeder Transaktion unwiederbringlich verbrannt und sollte Ethereum durch die schrumpfende Umlaufmenge zum „Ultrasound Money“ machen.

Mehr als 4,6 Millionen ETH sind auf diese Weise bereits aus dem Angebot verschwunden. Zum heutigen Kurs entspricht das einem rechnerischen Gegenwert von etwa 8,7 Milliarden US-Dollar. Die Hoffnung vieler Anleger auf dauerhaft niedrige Transaktionsgebühren wurde jedoch enttäuscht. Zudem kostet Ether heute deutlich weniger als am Tag der Aktivierung und selbst das Gesamtangebot ist größer als damals. Fünf Jahre nach London ziehen wir daher eine Bilanz.

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