Ups! Compound-Update geht schief – Nutzer werden mit COMP beschenkt
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Compound

Quelle: Shutterstock

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Bei Compound (COMP) kam es in der vergangenen Woche zu einem teuren Update-Fehler. So mancher Nutzer freut sich über einen unerwarteten Geldregen.

Am 30. September kam es während eines Updates des Compound-Protokolls zu einem folgenschweren Fehler. Der war im sogenannten Comptroller-Vertrag entstanden, welcher zum Beispiel für die Ausschüttung von Liquiditäts-Belohnungen verantwortlich ist. Im Zuge dessen wurden versehentlich mehrere Millionen US-Dollar in Form von COMP Token an Compound-Nutzer versendet. Bei dem Update-Fehler seien aber keine Guthaben von Nutzern gefährdet. Es könne jedoch dazu kommen, dass Protokoll-Nutzer unbeabsichtigt einen zu hohen Betrag an COMP Token erhalten können, meint Compound Gründer Robert Leshner.


Dabei seien zu diesem Zeitpunkt maximal 280.000 COMP Token in Gefahr gewesen, so Leshner. Er nahm in diesem Kontext Bezug auf den Comptroller-Geldpool. Dieser war am 30. September mit 280.000 COMP befüllt. Leshner ging davon aus, dass nicht mehr Token ausgeschüttet werden können. Zu Redaktionsschluss ist ein COMP Token 317,45 US-Dollar wert. Demnach belief sich die Gesamtsumme der in “Gefahr” befindlichen COMP am 30. September auf etwa 89 Millionen US-Dollar.

Doch anders als Leshner annahm, wurde der Geldpool am Sonntag noch einmal aufgefüllt. Das hat dazu geführt, dass nun insgesamt circa 490.000 COMP Token im Wert von 155,5 Millionen US-Dollar betroffen sind. Robert Leshner dazu auf Twitter:


Der Gesamtbetrag der gefährdeten COMP beläuft sich auf etwa 490.000, von denen 136.000 noch beim Comptroller liegen (…).

Robert Leshner auf Twitter

Auch der Kurs des Compound Token reagierte auf den Fehler. Denn durch Abverkäufe stürzte der Kurs in den letzten 24 Stunden um 7,56 Prozent.

Kurs von Compound (COMP). Quelle: CoinMarketCap.

Das Chaos beheben

Um das Chaos rund um den Update-Fehler zu beheben, hofft der Compound Gründer auf die aktive Hilfe der Community. So äußerte er sich auf Twitter, dass Nutzer, die fälschlicherweise COMP erhalten haben, diese bitte zurücksenden sollen. Dabei dürfe man für die ehrliche Tat auch 10 Prozent der Summe als Finderlohn für sich behalten. Ganz so freundlich formulierte er seine Bitte dann aber nicht. Denn am Ende des Tweets schrieb er, dass, sollten die Nutzer die Token nicht zurücksenden, sie der US-Bundessteuerbehörde IRS gemeldet und angezeigt werden würden.

In den Augen einiger Twitter-Nutzer ging Robert Leshner allerdings zu weit, als er die IRS ins Spiel brachte. Das gab Leshner dann auch schnell zu und entschuldigte sich für die Drohgebärden, er wolle den Update-Fehler einfach schnell wieder in Ordnung bringen. Einige Compound-Nutzer haben dann tatsächlich die erhaltenen COMP Token an die von Leshner angegebene Adresse zurückgesendet. Der bedankte sich persönlich bei den ersten dieser Nutzer. Weiter sagte Leshner, dass jeder, der Compound Token an die Community zurückgebe, ein “außerirdischer Giga-Chad” sei. Insgesamt wurden bis zum 3. Oktober 117.000 COMP Token (37,141 Millionen US-Dollar) zurückgegeben.


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