CoinText: Bitcoin Cash per SMS versenden
Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Mit dem Aufkommen immer neuer Messenger-Dienste scheint die gute alte SMS allmählich an Bedeutung zu verlieren. CoinText gibt dem Short Message Service allerdings einen neuen Sinn: das Versenden von Kryptowährungen per SMS. Die Nachfrage scheint recht gut zu sein, befindet sich das Krypto-Unternehmen doch unaufhaltsam auf Expansionskurs.

Das Krypto-Unternehmen CoinText hat sich zum Ziel gesetzt, was zunächst wahrlich abwegig anmutet: Kryptowährungen ganz ohne Internet und Apps versenden. Stattdessen sollen Bitcoin-Cash-Beträge über SMS den Besitzer wechseln. Damit will das Unternehmen vor allem Menschen, die keinen Internet- und Bankenzugang haben, ermöglichen, an der Kryptowelt teilzuhaben.


BCH per SMS

CoinText erklärt auf der Unternehmenswebsite den Anspruch an das Projekt:

„Die Möglichkeit, digitale Währungen ohne Internet, Apps, Konten oder komplizierte Adressen zu verwalten, bietet die einfachste Möglichkeit, neue Benutzer in die Kryptowährung einzuführen und eröffnet globale Marktchancen für Milliarden von Menschen, die keinen Zugang zu Banken haben.“

Die Vorgehensweise hierfür ist denkbar einfach. So können sich die Nutzer eine Wallet einrichten, indem sie START an die CoinText-Nummer, die ihrer Region zugeordnet ist, senden. Sobald sie ihre BCH der Wallet hinzugefügt haben, können sie sie an die Telefonnummer eines Freundes schicken. Dazu braucht der Empfänger selbst jedoch keine eigene Wallet.

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Die Erschließung Europas

Bislang war der Krypto-SMS-Dienst in 25 Ländern verfügbar, darunter auch Deutschland. Am 22. Oktober gab CoinText in einer Pressemitteilung bekannt, dass das Versenden von BCH ab sofort auch in Kroatien, Rumänien, Polen und Brasilien möglich ist. Die Wahl auf diese Länder war dabei nicht zufällig. Wie CoinText-Gründer und CTO Vin Armani erläuterte, wird die Expansion in die (süd)osteuropäischen Länder dafür sorgen, der Erschließung des gesamten europäischen Kontinents näher zu kommen. Die Hinzunahme Brasiliens verfolgt dabei gar politische Ziele, wie Armani weiter erklärt:

„Die Brasilianer leiden unter Korruption und schlechter Geldpolitik. Kryptowährungen bieten ihnen die Möglichkeit, sich friedlich von einem korrupten System zu verabschieden.“

Erst seit letzter Woche bietet CoinText seinen Dienst in Argentinien und in der Türkei an. Bei dieser Expansionsgeschwindigkeit scheint das ehrgeizige Ziel des Unternehmens nicht mehr ganz so abwegig:

„Das Ziel von CoinText ist es, zum Jahresende allen 740 Millionen europäischen Bürgern zu ermöglichen, dass sie sich gegenseitig für Pennies Geld auf ihre Telefone senden können.“

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