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Coinbase zieht zu viel Geld von Konten ein

In den letzten Tagen haben sich viele Kunden darüber beschwert, dass Coinbase mehrfach Geld von ihren Konten eingezogen hat. Der bekannte Walletanbieter gab zu, dass es bei Einbuchungsprozessen Unpässlichkeiten gab und machte VISA dafür verantwortlich. Auch wenn VISA die Probleme gemeinsam mit Coinbase beheben möchte, bestreitet der Kreditkartenanbieter jegliche Verantwortung für die Fehlbuchungen. 

Dr. Philipp Giese
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Coinbase ist in der Kryptoszene jedem ein Begriff und für viele der erste Schritt in die Welt der Kryptowährungen gewesen. Nicht nur die einfache Möglichkeit, Fiatgeld in verschiedene Kryptowährungen umzuwandeln, kam gut an. Die Bedienung der Wallet erinnert an das bekannte Online-Banking, was sicherlich vielen den Weg zu Kryptowährungen vereinfachte. Dieser Fokus auf eine flüssige und einfach verständliche User-Experience ist einer der Gründe, weshalb die Anzahl der Konten auf 13 Millionen gewachsen ist.

Jüngste Ereignisse dürften jetzt für Coinbase sehr unangenehm werden: Vor einer Woche hat sich ein Nutzer auf Reddit beschwert, dass das Unternehmen mehrfach unautorisiert Geld von seinem Konto eingezogen hat. Genauer gesagt wurde der Betrag von 300 US-Dollar, für den er Coinbase eine Einzugsermächtigung gab, fünfmal eingezogen. Für den Nutzer ist das nicht einfach ein ärgerlicher Fehler, sondern entwickelt sich zu einem dramatischen Problem, weil er so seine Miete und andere Rechnungen nicht mehr überweisen konnte.

Diese Beschwerde ist nur die Spitze des Eisbergs: Seit ungefähr zwei Wochen kam es mehrfach zu ähnlichen Beschwerden, welche seit vorgestern erheblich zunahmen. Die CFTC, die Commodity Futures Trading Commision, hat deshalb bekannt gegeben, dass sie sich nach mehreren kundenseitigen Beschwerden der Sache annehmen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Coinbase derartige Probleme hatte: Schon im Mai 2016 musste das Unternehmen Nutzern, von denen Beträge doppelt abgebucht wurden, Geld zurückzahlen.

Doppelte Abbuchungen – Fehler von Coinbase oder von VISA?

Gemäß Aussagen von Coinbase liegt der Fehler nicht bei ihnen, sondern bei dem Kreditkartenanbieter Visa oder der emittierenden Bank Worldpay. Dies wurde jedoch aus Sicht von Visa bestritten. Zum einen wurden keine Änderungen am Abbuchungsmechanismus vorgenommen, zum anderen traten derartige Probleme bei keinen anderen Händlern auf.

Coinbase versichert, dass man gemeinsam mit diesen Institutionen das Problem lösen will. Die doppelten Transaktionen sollen den Nutzern wieder gutgeschrieben werden. Ob auch weiterer Schaden behoben wird, der durch Überziehungskredite oder geplatzte Daueraufträge entstanden ist, ist bisher noch unklar.

BTC-ECHO

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