Endziel: Klimaneutralität China setzt auf Blockchain für grünen Stromhandel
Elias H.

von Elias H.

Am · Lesezeit: 3 Minuten

China

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China ist für einen Großteil der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Kann die Blockchain dem Land der Morgenröte helfen, diese zu reduzieren?

Wie die chinesische Kommission für Entwicklung und Reform am 7. September auf ihrer Webseite öffentlich gemacht hat, hat sie der State Grid Corporation of China und der China Southern Power Grid eine formelle Antwort geschrieben. Es geht darum, die Blockchain-Technologie zu nutzen, um ein effizienteres Energieversorgungsnetzwerk zu erschaffen. Letztlich können so neue Wege des Stromverbrauchs und neue Energieformen genutzt werden. Um das herauszufinden, soll es nun zu einem Pilotprojekt kommen.


Dabei sind die beiden genannten Unternehmen keine kleinen Firmen. Die State Grid Corporation of China gehört mit einem Umsatz von 386 Milliarden US-Dollar zu einem der größten Energieunternehmen der Welt. Und auch China Southern Power Grid gehört mit 83 Milliarden US-Dollar Umsatz zu einem großen Player am chinesischen Energiemarkt. Und eben diese Firmen sollen nun in einem Pilotprojekt eruieren, wie die Blockchain die Energieversorgung effizienter und nachhaltiger gestalten kann. Sollte das Projekt gelingen, wäre das also nicht nur für die Adaption der Blockchain-Technologie dienlich, sondern würde auch Chinas Klima-Ziele ein Stück voranbringen.

Warum das Pilotprojekt?

China hat das Ziel bekannt gegeben, bis 2060 klimaneutral zu werden. Da das Land 2019 noch der größte CO₂ Verantwortliche war, stellt das eine riesige Aufgabe dar. Klar, dass sich die Partei deshalb überall nach neuen innovativen Technologien umschaut, um das Ziel zu erreichen. Warum das Pilotprojekt also? Die chinesische Kommission beantwortete diese Frage auf ihrer Webseite selbst so:

Aufgrund technischer Eigenschaften wie der instabilen Stromerzeugung aus neuen Energiequellen werden Verbrauch und Betriebskosten des Stromsystems deutlich steigen. Um die vielfältigen Ziele der kohlenstoffarmen Energiewende, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit gleichzeitig zu erreichen, ist es notwendig, die Reform des Stromsystems zu vertiefen. Es muss erkundet und geforscht werden. 

Weshalb die Wahl auf die Blockchain-Technologie fällt, liege an den spezifischen Eigenschaften der DLT. So ist es durch die Blockchain möglich, die Informationen von jedem Wertschöpfungskettenteilnehmer bezüglich Ökostromproduktion, Transaktion und Verbrauch auszulesen. Der Energieversorger State Grid Corporation of China halte zum aktuellen Zeitpunkt sogar ein Patent auf einem auf der Blockchain basierenden Transaktionssystem.


Wie die chinesische Tageszeitung Renmin Ribao berichtet, soll für den Start des Pilotprojektes vorerst eine Region ausgewählt werden, die sich stark für Ökostrom interessiert und diesen auch nutzen würde. Während alle eingebundenen Parteien versuchen, während des Pilotprojektes gemeinsam effizientere Lösungen zu finden, sollen nebenbei auch Leit- und Richtlinien verbessert werden. Alles mit dem Ziel, ein gutes Umfeld für den Ökostrom zu schaffen.

Blockchain ja, aber bitte nur in den Händen der Partei

Anfang des Jahres hat die chinesische Regierung das Bitcoin Mining großflächig verboten. Es kam zum Miner-Exodus. Während Xi Jinping gegen Bitcoin und dessen Schürfung vorgeht, hat das Land die DLT nicht gänzlich abgeschrieben. So ist das Bitcoin Mining zwar verboten, aber auf der anderen Seite gibt es mehrere staatlich unterstützte Projekte, die die Blockchain-Technologie nutzen.

Bezeugend dafür ist die jüngste Nachricht, dass das von China unterstützte Blockchain Service Network (BSN) nach Südkorea expandiert. So passt auch die Nachricht vom 7. September dazu. China ist offen für die Blockchain, solange die Partei an den Kontrollschaltern sitzt.



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