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Fünf-Punkte-Plan China: Regierungsbehörde veröffentlicht neue Blockchain-Agenda

China arbeitet unentwegt an der Blockchain-Strategie. Die Legislative macht sich die Vorteile der Technologie bereits zunutze.

Christian Stede
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Hut

Beitragsbild: Shutterstock

Am Montag hat Chinas Büro der Zentralen Kommission für Cyberspace-Angelegenheiten und das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) eine neue Blockchain-Agenda herausgegeben. Darin enthalten ist ein Fünf-Punkte-Plan zur Förderung der Blockchain-Technologie für die industrielle Entwicklung des Landes. Das Dokument nennt die Bereiche Wirtschaft, Finanzen, Industrialisierung und öffentliche Dienstleistungen als Hauptschwerpunkte für die Blockchain-Entwicklung des Landes.

Vergangene Woche startete die Copyright Society of China (CSC) bereits ihr Projekt namens China Copyright Chain. Die CSC ist eine öffentliche, regierungsnahe Institution unter der Obhut der National Copyright Administration. Der Oberste Volksgerichtshof Chinas hat im September 2018 bereits mittels Blockchain authentifizierte Beweise anerkannt und als rechtsverbindlich angesehen. Die Internetgerichte in Peking, Shanghai und Guangzhou haben ebenfalls begonnen, die Blockchain-Technologie zu nutzen, um Sitzungen durchzuführen und Gerichtsakten zu dokumentieren.

Die Blockchain kann die Kosten für den Schutz digitaler Urheberrechte erheblich reduzieren, die Effizienz steigern und neue Wege für die Sammlung von Beweisen, den Handel mit digitalen Vermögenswerten und den Schutz der Rechte der Eigentümer dieser Urheberrechte bieten,

sagte Xiaohong Yan, Vorsitzender von CSC, während eines Forums über Innovation und Urheberrechtsschutz. China ist mit einer Reihe von strafrechtlichen Verstößen und Pirateriefällen konfrontiert, die im Zusammenhang mit digitalen Inhalten stehen. Einige der häufigsten Urheberrechtsverletzungen betreffen kurze Videos, Musik und Online-Literatur. 

China sperrte Weibo-Konten von Krypto-Influencern

Der Vorschlag des MIIT zur Blockchain-Anwendung für öffentliche Einrichtungen umfasst im Grunde denselben Ansatz. Das Dokument stützt sich stark auf den Aspekt der Unveränderlichkeit von Blockchain-basierten Technologien. Beweisstücke in Bereichen wie der gerichtlichen Hinterlegung, Zivilregistern und administrativen Strafverfolgungsaktivitäten können so besser gesichert werden. Das MIIT-Dokument legt den Fokus zwar sehr stark auf die Blockchain-Adoption. Kryptowährungen oder Token finden jedoch keine Erwähnung. 

Unterdessen verschärft Peking weiterhin sein Vorgehen gegen Kryptowährungen. Berichten zufolge hat Peking die Konten einiger Experten für Kryptowährungen des chinesischen Twitter-Pendants Weibo gesperrt. Offenbar will man einen Elon Musk-Effekt vermeiden, bei dem einzelne Posts große Wirkung auf den Kursverlauf nehmen. Andere Nutzer, die versuchten, auf diese Seiten zuzugreifen, wurden mit einer Nachricht begrüßt, die besagte, dass die Konten gegen die Weibo-Richtlinien und “relevante Gesetze und Vorschriften” verstoßen hätten. Inwieweit die chinesische Regierung das Bitcoin-Mining tatsächlich peu à peu verbieten will, ist in unserem exklusiven Bericht nachzulesen. 

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