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Peking prüft China: Regierung nimmt Mining-Farmen ins Visier

In China müssen Betreiber von Rechenzentren laut Medienberichten Auskunft darüber erteilen, wieviel Energie fürs Mining verwendet wird. Geht es “nur” um das Erreichen von Klimazielen oder steckt mehr dahinter?

Christian Stede
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China Energie

Beitragsbild: Shutterstock

China galt lange Zeit als Paradies für Bitcoin-Miner, weil die Stromkosten dort im internationalen Vergleich als besonders niedrig gelten. Nun geht es jedoch einigen Minern an den Kragen, zumindest wenn es nach dem Willen der Regierung geht. So wird vor allem eine strengere Überwachung in Aussicht gestellt. Berichten zufolge sorgt sich Regierung vor allem um den hohen Energieverbrauch der Mining-Farmen. Damit einher geht auch ein höherer CO2-Ausstoß. Erst kürzlich hatte Square ein Whitepaper veröffentlicht, in dessen Kern es um eine engere Verzahnung von Bitcoin Mining mit erneuerbaren Energien geht

Peking gab am 27. April eine “Notfallmitteilung” zur Durchführung von Kontrollen von Rechenzentren, die Krypto-Mining beteiligt sind, heraus. Dies hat für einige Panik in der Mining-Szene in China  gesorgt, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Das Büro für Wirtschafts- und Informationstechnologie in Peking verlangt von den Betreibern von Rechenzentren in der Stadt, dass sie mitteilen, ob sie in Bitcoin- und andere Krypto-Mining-Geschäfte involviert sind.

China verlangt Auskünfte von den Betreibern

Falls ja, müssen sie die Menge und den Anteil des Stroms melden, der durch das Mining von Kryptowährungen verbraucht wird. Diese Informationen stammen laut Reuters von einem Beamten des Büros, der anonym bleiben möchte. Er erklärte überdies, dass zu den Empfängern der Mitteilung die drei größten Telekommunikationsbetreiber in China gehören. Derzeit ist noch unklar, was genau hinter dieser Untersuchung steckt. Ob diese Auskunftspflicht der Rechenzentrenbetreiber bald für ganzen Staat gilt, ist wohl nicht ganz auszuschließen.

Edward Lu, Senior Vice President von Canaan Inc, einem bedeutenden Hersteller von Mining-Rechnern in China, sagte, dass er zunehmend Nachfragen aus Kanada, Nordeuropa und Zentralasien erhält. Dort gebe es nicht nur billigen Strom en masse, sondern zudem klare und vorhersehbare Vorschriften. 

China war früher ein Ort, an dem das Kryptowährungs-Mining florierte, aber das Geschäft schrumpft aufgrund der Politik

, so Lu.

Der chinesische Kolumnist Colin Wu hingegen spielte schnell derartige Befürchtungen herunter. Die Aktion der Regierung werde nicht zu sehr auf chinesische Bitcoin-Miner wirken.

Dies verursachte einige Panik in China. Die chinesische Regierung sagte jedoch, dass sie nur eine Untersuchung durchführt. Rechenzentren sind schwierig für Bitcoin-Mining zu verwenden. Sie kommen hauptsächlich für ETH Filecoin zum Einsatz.

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