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Green Energy Square: Whitepaper sieht Bitcoin als Treiber für erneuerbare Energien

In einem Whitepaper erklärt das Zahlungsunternehmen Square von Twitter-Chef Jack Dorsey, wie Bitcoin zu einer effizienten Nutzung erneuerbarer Energien beitragen kann. Elon Musk zeigte sich sogleich begeistert.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Jack Dorsey

Beitragsbild: Shutterstock

Eine Kritik, die im Zusammenhang mit Bitcoin & Co. oft geäußert wird, ist der immens hohe Energieverbrauch fürs Mining und die Sicherung auf der Blockchain. Dies bedeutet auch einen immensen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid. Dem möchte jetzt Twitter-Chef Jack Dorsey entgegenwirken. In einem Whitepaper, das von Dorseys Firma Square veröffentlicht wurde, ist dargelegt, wie es das Bitcoin-Netzwerk der Gesellschaft ermöglichen könnte, wesentlich mehr Solar- und Windenergiekapazitäten einzusetzen. 

Die Stromgestehungskosten für Solar- und Windenergie sind laut des Whitepapers von Square in den letzten zehn Jahren um 90 Prozent bzw. 71 Prozent gefallen. Die nicht subventionierten Kosten von Solar- und Windenergie liegen jetzt bei 3-4 Cent/kWh bzw. 2-5 Cent/kWh. Die durchschnittlichen Kosten für fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas liegen dagegen bei 5-7 Cents/kWh. Das bedeutet, dass Solar- und Windenergie bereits zu einem niedrigeren Preis als Kohle und Erdgas angeboten werden.

Square möchte Mining- und Solaranlagen kombinieren

Das ist nichts unbedingt Neues. Der Kern der Argumentation von Square liegt jedoch darin, dass Mining-Farmen auf die Unstetigkeit von Solar- und Windenergie Rücksicht nehmen können. Die Nachfrage nach Strom in der Bevölkerung erreicht ihren Höhepunkt üblicherweise am späten Nachmittag oder frühen Abend. Das ist die Zeit, zu der die Menschen nach Hause kommen und ihre Geräte einschalten. Aber zu dieser Zeit sind weder Solar- noch Windenergie im Überfluss vorhanden. 

Solar- und Windprojekte stehen oft in ländlichen Gebieten mit viel Sonnenlicht und Wind, aber wenig Last (das heißt Endverbrauchern) und Übertragungskapazität. Hier könnten nun laut Square die Bitcoin-Miner ins Spiel kommen. Sie verbrauchen die nötige Solar- und Windenergie genau dann, wenn sie auch wirklich angefallen ist. Die Fachwelt ist sich darin einig, dass es immer physikalische Grenzen dafür geben wird, wie viel Energie kostengünstig und ohne Verlust gespeichert werden kann.

Mit Bitcoin-Mining, das in ein Solarsystem integriert ist, gebe es dieses Problem nicht. In den USA, auf die sich das Whitepaper vornehmlich bezieht, ist also ein Strukturwandel vonnöten. So ist dem Argument, Bitcoin sei der große Klimakiller, endgültig der Garaus zu machen.

Was dieses Problem beheben kann, ist ein Ökosystem, in dem Solar/Wind, Batterien und Bitcoin-Mining nebeneinander existieren und ein grünes Netz bilden, das fast ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Dies ist nicht nur machbar, sondern auch ohne die Rentabilität des Sektors zu gefährden

, fasst Dorsey in einem Tweet zusammen, der sogleich auf Unterstützung von Elon Musk stieß.

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