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China: EOS dominiert Regierungsranking

Das regierungsnahe Centre for Information Industry Development (CCID) hat zum zweiten Mal Kryptowährungen und Blockchainprojekte miteinander verglichen. Dabei hat EOS den Gewinner des Vormonats, Ethereum, vom Thron gestoßen. Bitcoin rutscht von Rang 13 auf den 17. Platz. 

Christopher Klee
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Die Experten bewerteten 30 Ledgers anhand der Kriterien Technologie, Anwendbarkeit und Innovation. Mit den besten Bewertungen in den Kategorien Technik und Innovation gelang EOS der Einstieg auf Platz eins der Liste. Insgesamt erzielte EOS eine Bewertung von 161,5 Punkten, dicht gefolgt von Ethereum mit 138,4 Punkten, das die Tabelle im letzten Monat noch anführte. Weiterhin abgeschlagen ist Bitcoin, der mit einer Gesamtpunktzahl von 91,5 auf dem 17. Platz rangiert und damit vier Plätze abgerutscht ist. Und das, obwohl er die Liste in der Kategorie Innovation immer noch anführt.

Platz 1 für EOS – Zentralistisches Kalkül?

EOS erreichte seine Spitzenplatzierung trotz einiger Startschwierigkeiten beim Launch am 15. Juni. CCID begründet dies damit, dass das Projekt „sehr aktiv im Bereich der technologischen Innovation“ und eine „neue Generation der öffentlichen Blockchain“ sei, die „bei der Industrie zurzeit hohes Ansehen genießt“.

Das CCID ist Teil des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie. Seit Mai geriert es sich als eine Art unabhängige Ratingagentur für Kryptowährungen. Wegen seiner Nähe zur regulierungswütigen chinesischen Regierung sind jedoch Zweifel an der Unabhängigkeit des CCID angebracht. Der neue Index sei eine Demonstration des „Vertrauens der chinesischen Regierung in die Blockchain-Technologie“ und soll als „Leitfaden“ für die technologische Avantgarde des Landes dienen.

Möglicherweise rangiert EOS bei den chinesischen Experten auch deshalb so hoch, weil er das Delegated-Proof-of-Stake-Konzept zur Anwendung bringt. Dieses hat zwar das Potenzial, schneller und energiesparender zu sein als die Verifizierung per Proof of Work, birgt aber auch die Gefahr einer Zentralisierung von Stimmrechten. Kryptopionier Nick Szabo formulierte in Anbetracht eingefrorener Konten seine EOS-Kritik auf Twitter so:

Im Umkehrschluss ließe sich vermuten, dass der Bitcoin aufgrund seiner dezentraleren Struktur schlechter eingestuft wurde.

Trotz ICO-Verbot zeigt sich kein Land interessierter an der Blockchain-Technologie als China; zumindest, wenn man nach der Zahl der blockchain-bezogenen Patente geht, die bisher angemeldet wurden. Im Mai hat China angekündigt, bis 2019 ein einheitliches Regelwerk für Blockchain-Projekte entwickeln zu wollen.

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