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CBDC-Projekt Digital Euro Association mit neuem Partner

Digitale Zentralbankwährungen stecken weltweit in der Erforschung. Damit die digitalen Euros am Ende auch von den Konsumierenden geschätzt werden, hat sich die Digital Euro Association (DEA) gegründet. Dieser Thinktank gibt nun die Partnerschaft mit seinem britischen Pendant, der Digital Pound Foundation (DPF), bekannt.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Euro und Pound

Quelle: Picture Alliance

Am 4. Februar geben die DEA und DPF ihre Partnerschaft bekannt. Wie Jonas Groß, Gründungsmitglied der DFA, gegenüber BTC-ECHO sagt, verfolgt diese das Ziel, ein Zeichen für den Austausch und die Zusammenarbeit hinsichtlich von digitalen Währungen zu setzen. Themen dieser künftigen Zusammenarbeit könnten sich beispielsweise rund um das “Design und Handlungsempfehlungen von digitalen Währungen” drehen. Dabei würden insbesondere grenzübergreifende Währungen mit berücksichtigt werden. Dazu sagt Groß:

Die Partnerschaft beinhaltet sowohl die gegenseitige Kooperation in den Arbeitsgruppen beider Initiativen als auch die Umsetzung gemeinsamer Forschungsbeiträge und Weiterbildungsprogrammen.

Jonas Groß gegenüber BTC-ECHO

Der Einfluss auf Entscheidungsträger wächst

Jonas Groß bestätigt, dass sich die DEA das Ziel gesetzt habe, “Handlungsempfehlungen rund um Euro-Stablecoins zu geben”. Indessen beruhe das Netzwerk bereits auf mehr als 400 Individuen und Unternehmen. Diese könnten beobachten, dass die bei der DEA entwickelten Impulse auch “zunehmend von Entscheidungsträgern aufgenommen” würden. Zugleich liegt ein großer Schwerpunkt der Organisation auf Weiterbildungsprogrammen, dem Wissenstransfer und dem Aufbau einer Community hinsichtlich des digitalen Euros.

Deshalb sei die Partnerschaft mit der DPF eine großartige Kooperation. Denn “die Digital Pound Foundation kann aufgrund ihrer herausragenden Partner und Mitglieder primär aus Großbritannien wertvolle Impulse zur Debatte rund um den digitalen Euro beisteuern”, so Groß. Mitglieder der DPF sind unter anderem Ripple, Quant und Avalanche, aber auch Unternehmen wie accenture. Dabei handelt es sich um die weltweit größte Strategieberatung mit Fokus auf Technologien.

Dennoch gilt es zu betonen, dass die Digital Euro Association auch weiterhin “primär die Diskussion in der Eurozone mitgestalten möchte”, während es der Digital Pound Foundation primär um ein digitales Pfund in Großbritannien ginge.

Ein weiterer Partner der Digital Euro Association ist der CBDC Thinktank in den USA. Jonas Groß betont, dass

… in Zukunft auch weitere Partnerschaften mit Partnern außerhalb der Eurozone geschlossen werden, um unter anderem ein Zeichen für ein Miteinander bei digitalen Währungen zu setzen.

CBDC-Aufklärung und Bildung

Ursprünglich wurde die DEA gegründet, um unabhängig “durch Forschung, Bildung und durch die Bereitstellung einer Plattform und Community … einen Beitrag zum öffentlichen und politischen Diskurs” zu leisten, wie es auf der Website heißt. Dabei geht es um digitale Zentralbankwährungen (CBDC), Stablecoins, aber auch um andere Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum.

So veröffentlichte die DEA neben etlichen wissenschaftlichen Untersuchungen, den kostenlosen CBDC-Tracker, um eine Übersicht über unterschiedliche Zentralbankwährungs-Projekte weltweit zur Verfügung zu stellen.

CBDC Projekte weltweit nach Status

Wie die Grafik zeigt, stecken weltweit viele Länder in der Entwicklung eigener CBDCs. Dem Tracker zufolge, hat bislang nur Nigeria bereits eine eigene CBDC (e-Naira) gestartet. Von den Industrienationen befindet sich aktuell China am weitesten in der Entwicklung. Der digitale Renminbi, auch e-CNY genannt, soll zu den Olympischen Spielen in zehn Städten und dem olympischen Dorf einsatzfähig sein. Damit startet die People’s Bank of China das erste großflächig angelegte Pilot-Projekt einer digitalen Zentralbankwährung. In der Europäischen Währungsunion ist nach Aussagen der Europäischen Zentralbank nicht vor 2023 mit einem ähnlichen Projekt zu rechnen.

Da bleibt also noch etwas Zeit für die Digital Euro Association, Untersuchungen zu den Stärken und Schwächen digitaler Zentralbankwährungen durchzuführen und an Entscheidungsträger:innen zu kommunizieren.

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