Bye Bye Junimond: Bitcoin-Exchange Liqui geht offline
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Die Bären fordern Tribut: Liqui, die kleine sympathische Exchange, die ein wahres Sammelsurium an Token zum Tausch anbot, muss schließen. Auf der Startseite verkündete die Bitcoin-Börse das Aus.

Über bärenmarktbedingte Marktturbulenzen musste BTC-ECHO in letzter Zeit leider nicht zu knapp berichten. Meldungen über Schließungen, Entlassungen und herbe Gewinneinbußen der Player am Markt standen an der Tagesordnung. Nun hat es auch die Krypto-Exchange Liqui getroffen.


Die Website ist zwar noch erreichbar, allerdings führt jeder Link zur Stellungnahme seitens des Unternehmens. Dort erklärt Liqui die Hintergründe, die zur Entscheidung, die Börse zu schließen, geführt haben. Die ist den Betreibern lesbar schwer gefallen:

„Wir sehen […] keinen wirtschaftlichen Sinn darin, euch unsere Dienstleistungen [weiterhin] anzubieten. Wir wollen jedoch nicht dorthin zurückkehren, wo wir vor einem Monat waren. Daher haben wir beschlossen, alle Konten zu schließen und unsere Dienstleistungen einzustellen. Das brach uns das Herz.“

Nutzer sollten schnell handeln

Nutzer der Handelsplattform haben nun 30 Tage Zeit, ihr Krypto-Vermögen abzuziehen. Danach kann Liqui nicht mehr dafür garantieren, die Website aufrechtzuerhalten. Funds sollte man also alsbald abheben.

Unterdessen scheinen sich die Betreiber vom Geschäftsbetrieb noch nicht komplett lösen zu können. „Wir könnten bald schon zurück sein“, heißt es in der Mitteilung.


Das käme allerdings auf die zukünftige Marktperformance an – und um die steht es derzeit nicht gut.

Aktuell notiert Bitcoin bei etwa 3.480 US-Dollar und ist damit innerhalb von 24 Stunden um 3,3 Prozent gesunken (alle Angaben stammen von der BTC-ECHO Kursseite).

Die Bitcoin-Revolution frisst ihre eigenen Kinder

Vor allem kleinere Exchanges dürften es in Zukunft zunehmend schwer haben. Während des Bull Run 2017 standen Neugründungen an der Tagesordnung. Die Börsen sahen sich sodann aufgrund des Anstiegs der Nachfrage gezwungen, kostenintensiv zu skalieren.

„Ich glaube, dass noch viel mehr, vor allem kleinere Exchanges folgen werden. Der Bullenmarkt zwang sie zu hohen Investitionen in ihre IT-Infrastruktur, und der Bärenmarkt trocknete das Handelsvolumen aus.“

Diese Investitionen lassen sich bei aktueller Marktlage kaum wieder einspielen. Seit dem Allzeithoch vor 13 Monaten ist das Interesse an Kryptowährungen konstant gesunken. Dieser Realität müssen sich Bitcoin-Börsen wie Liqui nun stellen.


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