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Vorstandsmitglied im Interview Warum taucht Bitcoin nicht in der Notenbankbilanz auf, Herr Balz?

Der ehemalige Banker und Politiker Burkhard Balz ist seit September 2018 Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Wir haben ihm Fragen zu Bitcoin, dem digitalen Euro und der Bargeld-Verliebtheit der Deutschen gestellt.

Sven Wagenknecht
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Burkhard Balz

Beitragsbild: Bundesbank/Tim Wegner

| Burkhard Balz ist Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank.

Wie ist Ihre persönliche Meinung zur chinesischen CBDC? Ein gutes oder eher ein schlechtes Vorbild für den Euro?

Burkhard Balz: Die People’s Bank of China arbeitet schon seit einiger Zeit an einer digitalen Version des Renminbi, sodass auch wir vonseiten der Bundesbank sowie der Europäischen Zentralbank die dortigen Fortschritte genau im Blick haben. Allerdings sind aus meiner Sicht die Vorzeichen und vor allem auch die Motivation in China anders als hier in Europa. Deswegen dient China für uns im Eurosystem nicht wirklich als Vorbild.

Inwiefern hat die Corona-Pandemie Einfluss auf das Zahlungsverhalten genommen? Elektronische Zahlweisen dürften davon sicherlich profitiert haben, oder?

Burkhard Balz: Ja, der Trend hat sich fortgesetzt, dass die Bedeutung des Bargelds als Zahlungsmittel weiter abnimmt. Unter den unbaren Zahlungsmitteln ist dabei die Debitkarte führend, die für rund ein Viertel aller Zahlungen eingesetzt wird. Neben der Corona-Pandemie, in der viele Händler ihre Kunden aktiv zur Kartenzahlung aufforderten, hat auch die zunehmende Verschiebung des Konsums von der Ladentheke in das Internet eine wichtige Rolle für die Zunahme von unbarem Zahlungsverkehr gespielt. Beispielsweise hat der Anteil von Internetumsätzen an den Gesamtumsätzen im Vergleich zu unserer Studie aus dem Jahr 2017 um 18 Prozentpunkte zugenommen.

Zentralbanken und insbesondere auch die Deutsche Bundesbank halten Gold als Reserve. Warum?

Burkhard Balz: Goldreserven werden als Liquiditätsreserve und zur Diversifizierung der Währungsreservebestände gehalten. Im Ernstfall können Goldbestände als Sicherheit beliehen oder in Devisen, das heißt in andere Währungen, umgetauscht werden. Gold genießt darüber hinaus als Sachwert ein hohes Ansehen in der Bevölkerung und ist der einzige Vermögenswert, der kein Adressenausfallrisiko hat.

Das vollständige Interview mit Burkhard Balz könnt ihr in der aktuellen Ausgabe des BTC-ECHO Magazins lesen.

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