Auf ein enttäuschendes viertes Krypto-Quartal 2025 folgt ein noch schwächerer Start ins neue Handelsjahr. Wer Bitcoin nahe dem Allzeithoch kaufte, liegt aktuell fast 40 Prozent im Minus. Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten und der Nominierung von Kevin Warsh als neuem Chef der US-Notenbank ringt die Krypto-Leitwährung um die 78.000 US-Dollarmarke. Der Vierjahreszyklus scheint damit vorerst intakt. Nach den starken Einbrüchen in den Jahren 2018 und 2022 könnte Anlegern 2026 erneut ein schwieriger Bärenmarkt bevorstehen. Doch während sich die Stimmung weiter eintrübt, ist im Hintergrund eine ganz bestimmte Gruppe von Marktteilnehmern wieder aktiv geworden. Die Bitcoin-Wale kehren plötzlich zurück – ein bullishes Vorzeichen?
Neue On-Chain-Daten von CryptoQuant zeigen, dass sich das Akkumulationsverhalten großer Bitcoin-Adressen zuletzt deutlich veränderte. Die Großinvestoren erhöhten demnach ihr Tempo beim Einsammeln von BTC spürbar. Insgesamt kontrollieren Bitcoin-Wale heute rund 3,204 Millionen BTC, was 16 Prozent aller zirkulierenden Coins entspricht. In dem Report wird auf eine “deutliche Beschleunigung des Akkumulationstempos im Vergleich zu früheren Perioden” verwiesen, sodass die Wal-Bestände Ende Januar das höchste Level seit 2024 erreichten. Dies deutet auf ein langfristiges Interesse jener Anleger hin, die häufig in fortgeschrittenen Korrekturphasen die Bühne betreten.
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Bitcoin OGs im Kräfteringen mit den Spot ETFs
Parallel dazu zeigen auch börsenseitige Kennzahlen eine positive Entwicklung. Der Anteil walgetriebener Handelsaktivitäten auf Binance erreichte im Januar fast 0,65, den höchsten Wert seit November. Dieses Muster steht laut CryptoQuant für aktives Positionsmanagement, bei dem ein Teil der Liquidität zur Absicherung von Volatilität oder für Derivategeschäfte genutzt wird, während Kernbestände unangetastet bleiben.
Unterstützt wird dieses Bild durch Nettokäufe von rund 152.000 BTC innerhalb von 30 Tagen sowie ebenfalls positive Sieben-Tage-Daten. Daher kommt der Report zu dem Schluss, dass “die aktuellen On-Chain- und Börsendaten darauf hindeuten, dass Bitcoin in eine Phase struktureller Konsolidierung eintritt, die von großen Holdern getragen wird und nicht von spekulativem Überschwang“. Ganz anders ist jedoch die Situation bei den traditionellen ETF-Investoren, welche lange als zuverlässige Bitcoin-Unterstützung galten.
Im zurückliegenden Handelsmonat erlitten die Spot ETFs von BlackRock, Fidelity und Co. Nettoabflüsse in Höhe von 1,61 Milliarden US-Dollar, was dem zweitschlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte entspricht. Nur im November zogen die ETF-Investoren mit 3,48 Milliarden US-Dollar eine noch höhere Summe ab. In Kombination mit dem gefallenen BTC-Kurs zeigt sich ein starker Rückgang beim Dollarwert des verwalteten Vermögens der Indexfonds: Von 164 Milliarden US-Dollar Anfang Oktober fiel dieser auf nur mehr 107 Milliarden US-Dollar.
Viele Experten vermuteten, dass die Bitcoin-ETF-Käufer einen längerfristigen Anlagehorizont als klassische Krypto-Investoren hätten und daher Drawdowns in Bärenmärkten abfedern könnten. Zumindest in den zurückliegenden Wochen und Monaten hielt diese Annahme aber kaum der Realität stand. Nun sind es ausgerechnet die alteingesessenen Bitcoin-Veteranen, die im Zusammenspiel mit den Treasury-Firmen den Kurs stützen könnten. Was ein neuer Krypto-Winter in der Praxis schlimmstenfalls bedeutet, verrät euch dieser BTC-ECHO Artikel: “Worst Case für Bitcoin“.
