Rekordhoch Bitcoin-Kurs dreht steil: 60.000 US-Dollar geknackt
Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Bitcoin Bulle mit Chart

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin (BTC) hat es mal wieder geschafft: Die Kryptowährung konnte heute Vormittag ein neues Rekordhoch aufstellen. So hat der Bitcoin-Kurs um 11 Uhr MEZ zum großen Kurssprung angesetzt. Um über fünf Prozent von 57.500 US-Dollar auf 60.450 US-Dollar sprang der Kurs in unter zwei Stunden. Das steckt hinter der Kursexplosion.

Mit einer rasanten Kursexplosion konnte der Bitcoin-Kurs sein altes Allzeithoch bei 57.469 US-Dollar vom 21. Februar dieses Jahres ablösen. Aktuell kämpft er mit der 60.000 US-Dollar-Marke, mal ist er kurzzeitig drüber, mal wieder drunter. Schließlich sind solch große Marken hart umkämpft und mit vielen Widerständen versehen. In der Regel bedarf es mehrerer Anläufe bis der Bitcoin-Kurs eine Zehntausendermarke nachhaltig durchbricht.

Bitcoin-Orderbuch gibt Auskunft

Wie heftig der Kursausschlag ist, zeigt sich am Orderbuch. Dort sieht man alle Kauf- und Verkaufsaufträge an einer Börse wie beispielsweise Binance. Wer sich mit der Orderbuch-Analyse auskennt, kann daher Rückschlüsse ziehen, wo die nächsten wichtigen Ordermarken gesetzt sind und wo die Liquidität im Markt hinsteuert.

Der BTC-ECHO Trading-Experte Robert Rother ordnet die Situation wie folgt ein:

Das Orderbuch dreht gerade durch, weil die 60.000 US-Dollar einfach so genommen worden sind. Wir sehen im ersten Orderbuch-Chart, dass sich weitere Liquidität bis zur 75.000 US-Dollar-Marke aufbaut. Ein Zeichen für stark steigende Kurse. An dieser Stelle kann ich nur sagen: Bitte nicht shorten, denn das ist ein crazy Bullenmarkt, wie ich ihn seit der Dotcom-Zeit nicht mehr gesehen habe.

Robert Rother, Trading-Experte
Screenshot via BookMap

Wer lernen möchte, wie man eine Orderbuch-Analyse durchführt, dem sei der Trading-Kurs von Robert Rother empfohlen.

Keine kleinen Fische

Hinter dieser explosionsartigen Steigerung dürften vor allem große Marktakteure stecken und weniger vereinzelte Kleinanleger. Natürlich lässt dies wieder viel Raum für Spekulation. Hat etwa der nächste Großinvestor den Bitcoin-Investments von Tesla oder Microstrategy nachgeahmt? Auszuschließen ist dies jedenfalls nicht, wobei man an dieser Stelle anmerken muss, dass besonders hohe Kaufaufträge nur selten unmittelbar den Markt beeinflussen. Schließlich werden sie Over-The-Counter (OTC) gehandelt und tangieren daher nicht unmittelbar das Orderbuch.


Novum: Nun auch Pensionskassen unter den Bitcoin-Investoren

Einer diesen großen neuen Bitcoin-Investoren, der die positive Stimmung und den hohen Mittelzufluss in die Kryptowährung erklärt, ist Altshuler Shaham. Dabei handelt es sich um einen israelischen Pensionsfonds von dem diese Woche bekannt wurde, dass dieser bereits letztes Jahr in den Grayscale Bitcoin Trust eingestiegen ist. So sollen 100 Millionen US-Dollar in den Bitcoin Trust geflossen sein.  

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Eine Nachricht mit besonderer Bedeutung. Schließlich handelt es sich nicht um einen Hedgefonds, der auf spekulative Art und Weise versucht das Geld der Vermögenden zu vermehren. Von einem Pensionsfonds hingegen, der die Altersvorsorge vieler Menschen verwaltet, hätte man ein Bitcoin-Investment nicht unbedingt erwartet. Entsprechend positiv ist hier die Signalwirkung, dass selbst Pensionskassen nun das digitale Asset für sich entdecken. Ein Ritterschlag, der für weitere Wellen sorgen dürfte.

Volle Kraft voraus: 1,9 Billionen US-Dollar für die US-Wirtschaft

Neben den zahlreichen neuen institutionellen Investoren, die jeden Tag dazu kommen und dadurch die Stimmung immer weiter anheizen, darf auch der US-Stimulus nicht vergessen werden. US-Präsident Biden hat zur Rettung der amerikanischen Wirtschaft ein Hilfspaket von 1,9 Billionen geschnürt und verabschiedet bekommen. Unter anderem erhalten so viele Bürger in den nächsten Tagen einen Scheck in Höhe von 1.400 US-Dollar. Nicht jeder ist auf dieses Geld angewiesen, sodass der ein oder andere US-Dollar auch in Bitcoin fließen dürfte.

Schließlich sind es nicht nur die institutionellen Investoren wie Michael Saylor, die sich Sorgen vor einer größeren Inflation machen. Die Nebenwirkungen der unzähligen Rettungsmilliarden dürften mit der Öffnung der Wirtschaft auch zu einer Verbraucherpreis-Inflation führen. Damit wäre seit langer Zeit erstmals nicht nur eine Vermögensinflation gegeben, sondern auch eine Form der Geldentwertung, die man beim Bezahlen an der Ladenkasse bemerkt. Durch das Narrativ des digitalen Goldes ist Bitcoin für viele Menschen zum ultimativen Inflationsschutz geworden. Entsprechend positiv kann das aktuelle Marktumfeld bewertet werden, das auch noch weitere Bitcoin-Allzeithochs hervorbringen könnte.


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