Gefährliche Tech-Korrelation 

Fällt der Bitcoin-Kurs auf 58.000 Dollar? Tech-Abverkauf beunruhigt Experten

Der Nasdaq-100 korrigiert heftig nach den US-Zwischenwahlen. Warum ein Krypto-Analyst nun vor dem Bitcoin-Kursrückfall auf das Sommertief warnt.

Tobias Zander
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Bitcoin-Münze vor rotem Chart

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Tech-Abverkauf belastet auch den Bitcoin-Kurs

Die Kursgewinne an den US-Börsen nach den Midterms lösten sich zuletzt in Luft auf, wobei vor allem der technologielastige Nasdaq-100 sämtliche Zuwächse einbüßte. Nun warnt Krypto-Analyst Ben Cowen in einem neuen X-Post eindringlich vor den Folgen für den Bitcoin-Kurs. Sollten die Tech-Aktien auf ihre Tiefstände aus dem Sommer zurückfallen, drohe der Krypto-Leitwährung ein ähnliches Schicksal in Form eines Rücksetzers auf 58.000 US-Dollar. Dieser Absturz auf das Niveau des Juni-Tiefs würde die gesamte Erholungsbewegung der vergangenen Monate zunichtemachen.

Zur Untermauerung seiner These erinnert Cowen an den Herbst 2018. Damals legte der US-Aktienmarkt am Tag nach den Midterm-Wahlen zunächst zu, ehe eine Kette negativer Ereignisse eine Abwärtsspirale bis in den Dezember hinein auslöste. Neben restriktiven Tönen der Federal Reserve drückten damals zollbedingte Kostensteigerungen bei Industriekonzernen und eine strengere Regulierung von Tech-Konzernen die Stimmung – ein Muster, was sich nun wiederholen könnte. Am Donnerstagabend fiel der Bitcoin-Kurs zeitweise auf 75.000 US-Dollar, konnte sich danach aber leicht erholen und notiert derzeit wieder bei 76.100 US-Dollar.

Bitcoin braucht neue Käufer

Dass die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen eine Mehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat erringen konnten, weckt in der Krypto-Branche neue Sorgen hinsichtlich der regulatorischen Situation. CoinShares-Analyst James Butterfield zeigt sich aber optimistischer als Cowen: “Meiner Einschätzung nach hatte der Bitcoin-Kurs einen Erdrutschsieg der Demokraten bereits weitgehend eingepreist, sodass Raum für eine Erholungsrallye bleibt, sobald die Unsicherheit nachlässt.”

Treibende Faktoren bei der BTC-Kursentwicklung seien weiterhin “Realrenditen, Dollar-Liquidität und ETP-Ströme“, nicht so sehr das Wahlergebnis. Adrian Fritz, Chief Investment Strategist des Krypto-ETP-Emittenten 21shares, drückt sich in einer BTC-ECHO vorliegenden Mitteilung etwas vorsichtiger aus, denn die Midterms hätten zwar Klarheit gebracht, aber keine neuen Käufer geschaffen. “Für eine nachhaltige Erholung braucht es aus unserer Sicht vor allem eines: die Rückkehr stabiler ETP-Zuflüsse. Gelingt das und überwindet Bitcoin die Marke von 82.000 US-Dollar, verbessert sich das Bild deutlich.”

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