Zwei Änderungen beim nächsten Ethereum-Upgrade könnten die Sicherheit bestehender Anwendungen gefährden. Die Ethereum Foundation hat deshalb eine neue Warnung veröffentlicht und ruft Entwickler dazu auf, ihre Smart Contracts auf acht mögliche Problemstellen zu überprüfen. Bis die Risiken geklärt sind, bleibt der nächste Test des Glamsterdam-Upgrades verschoben.
Acht technische Risiken entdeckt
Ganz konkret geht es um die Änderungsvorschläge EIP-8037 und EIP-8038, die neu regeln, wie viel Gas Ethereum für bestimmte Transaktionen und das Speichern von Daten auf Ethereum berechnet. Damit will das Netzwerk seine Ressourcen effizienter nutzen und künftig mehr Transaktionen verarbeiten können, was sich langfristig auch positiv auf den ETH-Kurs auswirken könnte. Die Sicherheitsfirma ChainSecurity entdeckte jedoch mehrere Anwendungen, die auf die bisherigen Gebührenregeln angewiesen sind.
So könnte das Anlegen eines neuen Speicherplatzes von bislang 22.100 Gas-Einheiten künftig bis auf 110.020 Gas-Einheiten steigen. Für Smart Contracts mit fest einprogrammierten Gebührenlimits hätte das zur Folge, dass sie nicht mehr funktionieren. Außerdem könnten fehlgeschlagene Vorgänge, die bislang automatisch rückgängig gemacht werden, durch die neuen Berechnungen dauerhaft gespeichert werden. Insgesamt sind acht solcher Probleme entdeckt worden.
Wie geht es mit dem Glamsterdam-Upgrade weiter?
Daher hatten die Ethereum-Entwickler den Test im Hoodi-Netzwerk abgesagt und die vorgesehene Erhöhung des Gaslimits auf 200 Millionen vorerst verschoben. Mit der neuen Warnung bittet die Foundation nun alle Entwickler und Sicherheitsprüfer, ihre Anwendungen auf die entsprechenden Problemstellen zu untersuchen. Abhängig von den Ergebnissen könnten die Änderungsvorschläge noch einmal anpassen.
