Seit sechs Jahren kauft Michael Saylors Unternehmen Strategy Bitcoin im großen Stil und liegt nach dem jüngsten Kursrückgang wieder nahe seines durchschnittlichen Einstiegspreises. Für den bekannten Bitcoin-Kritiker Peter Schiff ist das ein gefundenes Fressen.
Peter Schiff rechnet mit Michael Saylor ab
Seiner Ansicht nach hat Saylor nach sechs Jahren nur einen Verlust vorzuweisen und hätte besser in Gold oder den amerikanischen Aktienindex S&P 500 investiert. Nach der letzten Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hält Strategy inzwischen 849.327 BTC, die für insgesamt 64,08 Milliarden US-Dollar erworben wurden. Das entspricht einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.451 US-Dollar, der heute bereits zeitweise unterschritten wurde.
Der Vergleich von Schiff ist allerdings nicht ganz so einfach, wie ihn der Gold-Befürworter darstellt. Als Strategy im August 2020 erstmals Bitcoin kaufte, kostete die Kryptowährung gerade einmal 12.000 US-Dollar und bis Ende September hatte der Konzern bereits 38.250 BTC für insgesamt 425 Millionen US-Dollar gekauft. Durch zahlreiche Nachkäufe in den vergangenen Jahren hat sich der Einstiegspreis allerdings deutlich angehoben. Allein in der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen weitere 811 BTC für 65,5 Millionen US-Dollar. Bei einem durchschnittlichen Einkaufspreis von 80.846 US-Dollar je Bitcoin lag dieser Kauf ganze sieben Prozent über dem aktuellen Marktpreis.
Wie riskant ist Saylors Bitcoin-Wette?
Finanziert wurden die Käufe durch die Ausgabe von 1,18 Millionen neuer Strategy-Aktien, mit denen der Konzern 164 Millionen US-Dollar einsammelte. Die übrigen 98,5 Millionen US-Dollar flossen in die Liquiditätsreserve. Die Strategie bringt allerdings auch große Risiken mit sich. So zahlte das Unternehmen in der letzen Woche 43,4 Millionen US-Dollar an Dividenden und kaufte eigene Vorzugsaktien für weitere 208,2 Millionen US-Dollar zurück. Sollte der Bitcoin-Kurs weiter fallen, könnten sie sinkenden Vermögenswerte und eine schwächere Strategy-Aktie die Aufnahme von neuem Kapital zur Finanzierung der Verbindlichkeiten erschweren.

