Charles Hoskinson “Bitcoin ist sein eigener schlimmster Feind”
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Boxer kämpft gegen seinen Schatten

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Charles Hoskinson rechnet Bitcoin im Wettbewerb um Krypto-Marktanteile keine guten Chancen gegen Proof-of-Stake-basierten Netzwerken aus. Auch das Lightning-Network biete keine ausreichende Skalierung.

Charles Hoskinson hat sich schon lange auf Ethereum eingeschossen, aber auch Bitcoin kommt beim Cardano-Gründer nicht besser weg. In einem mehrstündigen Podcast mit Lex Fridman hat Hoskinson erklärt, dass das Bitcoin-Netzwerk zu langsam und ineffizient sei, um langfristig mit der Konkurrenz Schritt halten zu können. Die größte Kryptowährung zehre nur noch von ihrem Status, auf technischer Ebene sei Bitcoin aber veraltet und nicht konkurrenzfähig mit leistungsfähigeren Netzwerken, zu denen Hoskinson sicherlich auch sein eigenes Cardano-Netzwerk zählt – aber auch Ethereum (ETH).


Das Problem mit Bitcoin ist, dass es so langsam ist. Der einzige Grund, warum es ihn noch gibt, ist, dass so viel investiert wird, um ihn am Leben zu erhalten,

so der Cardano-Gründer in einem kürzlich aufgenommenen Podcast. Im Grunde ist Hoskinsons Kritik nicht neu. Das Skalierungsproblem haftet dem Bitcoin Proof of Work seit jeher an, steht seit vielen Jahren im Zentrum der Kritik an der Kryptowährung. Als Reaktion darauf haben sich schließlich neue Konsensverfahren wie der Proof of Stake etabliert. Ebenso Second-Layer-Lösungen wie das Lightning Network. Aber auch dieses schneidet bei Hoskinson nicht gut ab. Er beschrieb die Skalierungslösung als “sehr fragil”:


Bitcoin ist sein eigener schlimmster Feind. Er hat die Netzwerkeffekte, er hat den Markennamen, er hat die behördliche Genehmigung. Aber es gibt keine Möglichkeit, das System zu ändern, selbst wenn man die offensichtlichen Nachteile in diesem System korrigiert.

Bitcoin nicht offen für Innovationen

Ethereum habe Hoskinson zufolge klar die Nase vorn. Und das nicht nur wegen seines höheren Transaktionsdurchsatzes. Denn die Community würde sich anders als bei Bitcoin nicht gegen Entwicklungen auf Netzwerkebene versperren:

Was wirklich cool ist, ist, dass Ethereum nicht unter diesem Problem leidet […] es kommt an den Punkt, an dem es den gleichen Netzwerkeffekt wie Bitcoin hat, aber die Community hat eine völlig andere Kultur, sie lieben es, sich weiterzuentwickeln und zu aktualisieren.

Schließlich würde Ethereum den direkten Vergleich mit Bitcoin in “neun von zehn Fällen” für sich entscheiden können. Aber auch der Flippening-Wettkampf – also der Wettstreit um die Marktvorherrschaft – der zwei größten Kryptowährungen sei nur eine Momentaufnahme, da andere Netzwerke – eben wie Cardano (ADA) – vermehrt um Marktanteile buhlen würden. Für Hoskinson ist es daher nur eine Frage der Zeit, bis Bitcoin seinen Ranglistenplatz 1 aufgeben wird.


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