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Genesis BlockBitcoin (BTC) wird 13 Jahre alt und bewegt sich weiter seitwärts

Heute vor 13 Jahren war es so weit: Die Bitcoin Blockchain wurde von ihrem Erfinder Satoshi Nakamoto zum Leben erweckt. Am 3. Januar 2009 wurde die erste Transaktion auf der Bitcoin Blockchain initiiert. Ihr unbekannter Erfinder hatte damit eine Nachricht in den ersten Bitcoin Block, den sogenannten Genesis Block, geschrieben. Was 13 Jahre später daraus geworden ist, hätte sich damals niemand vorstellen können.

Sven Wagenknecht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Bitcoin Geburtstag

Quelle: Shutterstock

Happy Birthday Bitcoin! Heute vor 13 Jahren, oder anders formuliert vor 716.921 Blöcken, hat Satoshi Nakamoto den ersten Block mit damals noch 50 BTC geschaffen. Das war der Anfang für die älteste und erfolgreichste Blockchain der Welt, die heute eine Marktkapitalisierung von knapp 900 Milliarden US-Dollar für sich beansprucht.

Genesis Block und Bankenrettung

Der anonyme Erfinder hat das Bitcoin-Netzwerk nur zwei Monate nach Veröffentlichung des Bitcoin Whitepapers ins Leben gerufen. In dem Whitepaper, das er am 31. Oktober 2008 veröffentlicht hat, erklärte er die Funktionsweise des neuen Geldsystems. Rund zwei Monate später wurde aus der Theorie dann Praxis.

Im Block Null, also dem Genesis Block, wurde mit der ersten Transaktion auch eine Nachricht versteckt:

The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks

Satoshi Nakamoto

Diese Nachricht bezieht sich auf die Cover-Story der Tageszeitung The London Times mit dem gleichnamigen Titel. Für viele Krypto-Enthusiasten ist der Bezug eindeutig. Sie sehen in dieser Nachricht eine Kritik am gegenwärtigen Banken- und Finanzsystem versteckt. Schließlich kam es damals im Zuge der Finanzkrise zu Bankenrettungen und größeren gesellschaftlichen Unruhen.

The London Times vom 03.01.2009

Mit dem Narrativ “Be your own Bank” hat sich das Phänomen Bitcoin zu einem Antagonisten des bestehenden, zentralistischen Bankensystems entwickelt. Insbesondere libertär geprägte Kreise sehen in Bitcoin die Chance auf ein Geldsystem, das ohne Staat und Banken auskommt.

Was aus Bitcoin geworden ist

So erfolgreich Bitcoin derzeit auch ist (die derzeitige Seitwärtsphase einmal ausgeklammert), ist die Kryptowährung heute mehr denn je in den Händen der traditionellen Finanzakteure. Dabei sind es inzwischen genauso die institutionellen Investoren wie Privatpersonen, die Bitcoin als Vermögenswert halten. Im Zuge dessen schaffen Staaten und Regulierungsbehörden regulatorische Leitplanken für das ehemalige “Cypherpunk-Geld”.

Nicht als Währung, sondern als Wertspeicher hat sich Bitcoin durchgesetzt. Dass das digitale Gold die Kaufkraft schützt, wird als inzwischen primärer Anwendungsfall von Bitcoin gesehen. Die Bezahlfunktion im Sinne einer Währung ist dabei längst sekundär.

Dies schmälert allerdings in keiner Weise den Mehrwert, den Satoshi Nakamoto vor 13 Jahren in die Welt gebracht hat. Die unzähligen Millionen, die täglich in Bitcoin strömen, zeigen, dass es eine Nachfrage nach einem digitalen sicheren Hafen gibt, der nicht von Notenbanken und Staaten manipuliert werden kann.

Und wenngleich der Kurs derzeit nicht als Geburtstagsgeschenk dienen kann, hat immerhin die Hashrate aktuell ein Allzeithoch für sich beansprucht: stolze 203,5 EH/s. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

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