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FTX-Skandal Binance-Chef stellt Punkteplan für Krypto-Börsen auf

Binance CEO Changpeng Zhao hat Richtlinien für Krypto-Börsen aufgestellt – um eine Katastrophe wie bei FTX in Zukunft zu verhindern.

Moritz Draht
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Beitragsbild: picture alliance

| Binance CEO Changpeng Zhao auf dem Web Summit 2022 in Lissabon.

Der Untergang von FTX hat die Anfälligkeit zentralisierter Krypto-Börsen aufgezeigt: Veruntreuung, schleierhafte Firmengeflechte, menschliches Versagen. Binance-Chef Changpeng Zhao hat nun einen Sechs-Punkteplan aufgestellt, mit dem das Vertrauen von Anlegern wiedergewonnen werden soll.

“Sechs Verpflichtungen für gesunde zentralisierte Börsen”

Oberste Priorität habe demnach der Schutz von Anlegern. “Wir können nicht zulassen, dass ein paar schlechte Akteure den Ruf dieser Branche beschmutzen, wenn sie noch in den Kinderschuhen steckt”. Gelder dürften “niemals falsch verwaltet werden”. Voraussetzung sei völlige Transparenz.

Punkt eins fordert Börsen daher auf, “risikoscheu im Umgang mit Benutzergeldern” umzugehen. “Nutzergelder dürfen niemals gehandelt oder investiert werden”. Zudem sollten Börsen “proaktiv Risikowarnungen für Nutzer bereitstellen, damit sie die Volatilität von Kryptowährungen verstehen”.

Darüber hinaus sollten Handelsplattformen keine nativen Token als Sicherheiten verwenden – einer der Gründe für den FTX-Crash. Native Token spielen nach Changpeng Zhao zwar “eine wesentliche Rolle beim Betrieb von Blockchains”. Nutzer müssten sich jedoch “auf den nativen Token verlassen können, auf den sich die von ihnen gewählte Blockchain stützt”. Dafür müsse “ein weit verbreiteter Nutzen vorhanden sein”.

“Konservativ wirtschaften”

Punkt drei verlangt Börsen transparente Aufstellungen ihrer Asset-Bestände ab. Was bereits einige Anbieter nach dem FTX-Skandal angeschoben haben. Bestände wurden öffentlich gemacht, umfassende Audits angekündigt. Auch Binance hat seine Hot- und Cold-Wallet-Adressen veröffentlicht. Daran anknüpfend fordert der Binance CEO, nur “starke Reserven” zu halten.

Im hochvolatilen Krypto-Umfeld, so Changpeng Zhao, sollte die Kapitalstruktur zudem schuldenfrei bleiben. Daher ruft er andere Wettbewerber auf, “konservativ zu wirtschaften”. Wachstum durch Schulden zu finanzieren, sei “unklug”.

Abschließend pocht der Binance-Chef auf die “Stärkung und Durchsetzung von Sicherheitsprotokollen”. Aufgrund der “schnellen Entwicklung von Industrie- und Projektprotokollen” sei es notwendig, “dass die Industrie eine bessere Koalition bildet, um sich auf Standards für die Qualität von Sicherheitsmaßnahmen für Börsen und Projekte zu einigen”.

Dazu sei eine “starke Partnerschaft mit den Strafverfolgungsbehörden erforderlich, um Ermittlungen und die Wiederbeschaffung gestohlener Gelder zu unterstützen”. Changpeng Zhao zufolge sollten Börsen in “On-Chain-Analyse investieren, um Schwachstellen in bestehenden Modellen zu beheben”. Darüber hinaus fordert er die Einführung strenger KYC und AML-Maßnahmen.

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