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Geläutert?Binance: Börse hilft US-Behörden im Kampf gegen Krypto-Geldwäsche

Die Kryptobörse Binance hat überraschenderweise seine Zusammenarbeit mit den US-Strafverfolgungsbehörden bei einer Untersuchung gegen russische Geldwäscher bekannt gegeben.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Department of the Treasury

Quelle: Shutterstock

Rund um den Globus steht die Krypto-Börse Binance unter heftigem regulatorischen Beschuss. Insbesondere in diesem Kontext lässt daher eine Neuigkeit aufhorchen. Denn Binance hat nun mit der US-Justiz gemeinsame Sache gemacht, um eine russische Krypto-Börse wegen Geldwäsche hochzunehmen. 

Suex, so der Name dieser russischen Krypto-Börse, hat angeblich Geld für Cyberkriminelle gewaschen. Am Mittwoch kündigte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums eine Reihe von Maßnahmen an, die gegen Kryptoadressen ergriffen werden sollen, die zu Suex gehören. In einem Blogbeitrag hat Binance seine Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden erläutert.

“Auf der Grundlage einer umfassenden Prüfung durch unser Untersuchungsteam wurden mehrere Konten, die mit den in der OFAC-Ankündigung genannten Adressen in Verbindung stehen, Anfang dieses Jahres identifiziert und entsprechende Maßnahmen gegen sie ergriffen“

, heißt es zu dieser Angelegenheit in dem Binance-Beitrag. Geld im Zusammenhang mit Cyberangriffen wird oft über verschachtelte Dienste und Börsenkonten gewaschen. Dies geschah in dem Falle wohl auch über Konten bei Binance. Nach Angaben der Exchange wurden die illegalen Aktivitäten von Suex nach einer internen Prüfung von bestimmten Unterlagen bekannt. Daraufhin teilte Binance den US-Strafverfolgungsbehörden seine Erkenntnisse gegen Suex mit.

Binance CEO denkt nun doch über Hauptsitz nach

Mehrere Konten konnte Binance allerdings schon Anfang dieses Jahres identifizieren. Die Börse hat diese Konten auf Grundlage interner Sicherheitsvorkehrungen vom Netz genommen. Informationen zu den in der Ankündigung genannten Adressen sowie weitere Informationen aus der internen Untersuchung gab sie an die zuständigen Behörden weiter.

Allerdings wird man angesichts des von Binance veröffentlichten Posts auch das Gefühl nicht los, dass die Börse versucht, sich vom Saulus zum Paulus zu machen. Denn vor dieser Kooperation hatte Binance schon seit einigen Jahren Dienste für nicht verifizierte Nutzer angeboten. Dadurch konnten Kriminelle die Plattform ganz sicher auch für unlautere Aktivitäten nutzen. Aus diesem Grund wurde Binance Berichten zufolge auch von US-Behörden wegen Verstößen gegen die AML-Vorschriften untersucht.

CEO Changpeng “CZ” Zhao kündigte derweil in einem Interview mit der South China Morning Post an, die Exchange an einen zentralen Hauptsitz zu verlegen. Der derzeitige dezentrale Betrieb sei aus “Compliance-Gründen” aufzugeben. Die Börse hat sogar Ermittler und Ex-Beamte von Top-Behörden eingestellt, um die Plattform bei der Einhaltung von Finanzgesetzen zu unterstützen.

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