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Blockchain-PatentAlles meins: China will geistiges Eigentum mittels Blockchain schützen

China will alsbald einen digitalen Prototypen testen, mit dessen Hilfe geistiges Eigentum wie Patente vor Diebstahl geschützt werden können. Dabei soll die Blockchain-Technologie zum Einsatz kommen.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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China (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

Wie die chinesische Nachrichtenplattform Peng Mei News berichtet, forscht China aktiv an der Ausgestaltung einer Blockchain-Plattform, die chinesischen Innovationsgeist vor Diebstahl schützen soll. Demnach könnte ein entsprechendes Pilotprojekt bald in Shanghai starten.

Dies berichtet Peng Mei News mit Verweis auf den zuständigen Shanghaier Oberstaatsanwalt Yang Jianfeng.

Nach Angaben von Yang Jianfeng sei nicht immer ersichtlich, wer Urheber von Innovationen sei. Häufig werde nicht früh genug Patent angemeldet oder das Patentrecht sei global nicht einheitlich genug. Mittels Blockchain sei diesem Problem beizukommen. Schließlich gehöre zu der kryptographischen Sicherheit von Distributed-Ledger-Technologie (DLT) auch ein sogenannter Time Stamp (Zeitstempel). Mit diesem können man sensible Daten wie Patente für Quellcode auf der Blockchain abgelegen und via digitalem Fingerabdruck dem Urheber zweifelsfrei zuordnen.

Der Schlüssel zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen liegt in der gerichtlichen Praxis, die gesetzliche Beweislast (zur Feststellung geistigen Eigentums) zu erfüllen,

so Yang Jianfeng gegenüber Peng Mei News.

Weltorganisation für geistiges Eigentum sieht Potenzial in Blockchain

Die Idee, DLT für die Sicherung von Geschäftsgeheimnissen zu nutzen, ist indes nicht neu. Schließlich hatte die zuständige Dachorganisation, die World Intellectual Property Organization (WIPO) bereits im Juli 2019 einen Workshop für Stakeholder der Branche durchgeführt. Genau wie China sieht auch die WIPO großes Potenzial der Blockchain-Technologie für die Automatisierung von Identifizierungsprozessen des geistigen Eigentums. Die größten Vorteile gegenüber herkömmlichen Prozessen seien die geringeren Kosten (durch den Verzicht auf Mittelsmänner) sowie die erhöhte Verlässlichkeit, so die Organisation.

Probleme bereitete indes die Standardisierung der Prozesse. Schließlich gebe es neben der chinesischen Lösung eine Vielzahl anderer Projekte, die nicht zwangsläufig interoperabel sind.

Unterdessen besticht das Reich der Mitte nach wie vor durch eine nicht ganz durchsichtige politische Behandlung von Bitcoin & Co. Denn allein im Dezember 2019 konfiszierte die Regierung knapp 7.000 Mining Rigs, um deren exorbitanten Stromverbrauch beizukommen. Gleichzeitig gilt China aber nach wie vor als Standort Nr. 1, wenn es um das Schürfen nach dem digitalen Gold geht.

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