Bitcoin Mining Chinesische Polizei konfisziert knapp 7.000 Mining-Geräte

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Chinesische Polizei konfisziert knapp 7.000 Bitcoin-Mining-Geräte

Quelle: Shutterstock

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Bitcoin Mining hat einen hohen Energiebedarf. Um diesen zu decken, zapfen gierige Goldgräber Stromquellen an und bedienen sich der Energieversorgung umliegender Netze. Chinesische Behörden haben nun ihre Maßnahmen gegen die illegale Stromversorgung verschärft und bei mehreren Durchsuchungen knapp 7.000 Geräte sichergestellt.

Infolge des restriktiven Vorgehens der chinesischen Regierung gegen Bitcoin-Börsen, rückt nun das Mining-Geschäft verstärkt in den Fokus chinesischer Behörden. Wie die lokale Nachrichtenagentur CCTV am 22. Dezember berichtete, hat die chinesische Polizei bei einer groß angelegten Razzia knapp 7.000 Mining-Geräte konfisziert. Die ASICs sollen illegal Strom umliegender Versorgungsnetze genutzt haben.

Bei den Durchsuchungen von mehr als 70.000 Haushalten, 3.061 Händlern, 1.470 Gemeinden sowie Fabriken im Distrikt Kaiping der Stadt Tangshan, beschlagnahmten chinesische Behörden 6.890 ASICs und 52 Hochleistungstransformatoren. Anlass der Razzien sei ein verdächtig hoher Stromverbrauch gewesen, der das Misstrauen der State Electric Power Department weckte. Nach Angaben der Polizei von Tangshan wurde für den Betrieb der Mining-Geräte das Stromnetz aus einem angrenzenden Dorf angezapft. Die Bitcoin-Mining-Geräte seien pausenlos in Betrieb gewesen und hätten dabei bis zu 40 Mal mehr Strom verbraucht als ein durchschnittlicher Haushalt einer dreiköpfigen Familie.

Chinas Zickzackkurs gegen Bitcoin Mining

Die jüngsten Durchsuchungen zeugen von einem verschärften Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Mining-Betriebe. Offiziell haben es chinesische Polizeibehörden dabei auf die illegale Energienutzung des Bitcoin-Minings abgesehen. Aber Mining ist dem Reich der Mitte schon länger ein Dorn im Auge. Bereits im April diesen Jahres hat die nationale Entwicklung- und Reformkommission in einem „Katalog mit Leitlinien für die Anpassung der Industriekultur“ dem Schürfen des digitalen Golds eine negative Ökobilanz attestiert und infolgedessen ein generelles Mining-Verbot angeregt.

Tatsächlich sind Mining-Betriebe in China für rund 47 Prozent der CO2-Emissionen aus dem weltweiten Mining verantwortlich. Es ist allerdings fraglich, ob das Vorgehen der chinesischen Regierung ökologisch oder nicht eher politisch motiviert ist.

Laut Binance CEO Changpeng Zhao dringt China hingegen aktiv in den Mining-Markt vor. In einem kürzlich veröffentlichten Tweet schreibt CZ, dass das Mining von China stark unterstützt werde. China verfolge demnach über Miner eine bessere Kontrolle des Krypto-Markts. Da Bitcoin-Mining-Farmen in China derzeit für 65 Prozent der weltweiten Hashrate verantwortlich sind, könnte die chinesische Regierung durch schärfere Kontrollen der Mining-Betriebe ihre Einflussnahme auf das Bitcoin-Business ausweiten.


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