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Was wurde aus ... ?10.000 Bitcoin für zwei Pizzen: Was wurde aus Laszlo Hanyecz?

Es ist wohl die teuerste Pizza-Order der Weltgeschichte. Als der US-Amerikaner Laszlo Hanyecz vor nun fast elf Jahren zwei Pizzen für 10.000 Bitcoin kaufte, kann er nicht geahnt haben, dass ihn diese Transaktion später weltberühmt machen würde.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Pizza

Quelle: Shutterstock

Hanyecz war einer der ersten Bitcoin-Miner überhaupt. Durch seinen frühen Einstieg in den Krypto-Space ist er so etwas wie der Dagobert Duck unter den Bitcoinern. Das Problem ist nur, dass es damals noch keine Möglichkeiten gab, um mit BTC auch tatsächlich zu zahlen. Das will Hanyecz ändern. In einem Bitcoin-Forum stellt er die Anfrage, 10.000 Bitcoin für zwei Pizzen bezahlen zu wollen. Nach etwa vier Tagen meldet sich am 22. Mai 2010 Jeremy Sturdivant (alias Jercos). Er sichert Hanyecz zu, ihm zwei Pizzen zukommen zu lassen. Der Deal kommt zustande und Hanyecz verkündet stolz:

Ich möchte nur mitteilen, dass ich erfolgreich 10.000 Bitcoins gegen Pizza getauscht habe. Danke, Jercos

Allgemein hin gilt dieser Tausch als die erste Transaktion in Bitcoin überhaupt. $41 US-Dollar zahlte Hanyecz dafür an Sturdivant – heutiger Gegenwert: über 570 Millionen US-Dollar. Seitdem ist der 22. Mai der “Bitcoin-Pizza-Day”. 

Das macht Laszlo Hanyecz heute

Heute ist der in Jacksonville, Florida, geborene Hanyecz IT-Angestellter bei Goruck, einem Bekleidungsunternehmen, das sich auf die Herstellung von Rucksäcken spezialisiert hat. Da ihr Arbeitnehmer eine Internet-Berühmtheit ist, akzeptiert Goruck ebenfalls Bitcoin. Hanyecz selbst sagt, dass er die Transaktion nicht bereut habe, schließlich hätte jemand den Stein ins Rollen bringen müssen. 

Was ist mit den 10.000 BTC geschehen?

Die Frage, die sich wohl viele gestellt haben dürften: Was ist mit den 10.000 Bitcoin passiert, die Laszlo Hanyecz damals für die Pizzen zahlte? In einem Interview hat Sturdivant diese Frage beantwortet. Demnach hätten alle 10.000 Bitcoin schnell ihren Weg zurück in den Wirtschaftskreislauf gefunden. Vor allem für Videospiele der Distributions-Plattform “Humble Bundle”. Laut eigenen Angaben hat sich der 29-Jährige auch an keinen kommerziellen Bitcoin-Unternehmen beteiligt. Aktuell arbeitet er als Produkt-Ingenieur bei Inovonics, einem Hersteller für professionelle Rundfunkgeräte. 

Seit der legendären Bitcoin-Pizza-Transaktion hat sich die Kryptowährung einem enormen Wandel unterzogen. Erst hin und dann wieder weg vom Zahlmittel, bis es schließlich zu dem digitalen Wertspeicher wurde, den Bitcoin heute für viele darstellt. Einige Institutionelle bezeichnen BTC gar als “digitales Gold”. Dieser Vergleich mag 2010 mindestens genauso absurd geklungen haben, wie es heute bizarr wäre, 10.000 Bitcoin für eine Pizza auszugeben.

Disclaimer

Dieser Artikel erschien zunächst in der April-Ausgabe unseres monatlich erscheinenden Magazins “Kryptokompass”. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest – alle Infos gibt es hier.

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