Mutmaßlicher Bitcoin-Börsen-Hack: Upbit verliert 342.000 Ether Token (ETH)

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Die koreanische Bitcoin-Börse Upbit ist einem mutmaßlichen Hack zum Opfer gefallen. Laut offiziellen Informationen wurden dabei 342.000 Ether entwendet – Ethereum Token im Wert von rund 49 Millionen US-Dollar.

In einer offiziellen Meldung vom 27. November gibt die koreanische Bitcoin-Börse Upbit bekannt, dass sie vorläufig alle Ein- und Auszahlungen von Kryptowährungen einfriert. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, wurden am 27. November gegen 13:06 Uhr Ortszeit die stattliche Menge von 342.000 ETH von einer Hot Wallet der Börse auf eine unbekannte Wallet überwiesen. Die Adresse 0xa09871AEadF4994Ca12f5c0b6056BBd1d343c029 sei dem Unternehmen demnach nicht bekannt.


Upbit betont jedoch, dass keine Kundengelder verlorengegangen seien. Die Bitcoin-Börse werde die 342.000 Ether umgehend aus eigener Tasche zurückzahlen. Zur Sicherheit habe man jedoch alle Kryptowährungen vorläufig auf Cold Wallets überwiesen. Bis es wieder zu Abhebungen oder Einzahlungen kommen könne, würde es bis zu zwei Wochen dauern.

Ob es sich bei dem Vorfall tatsächlich um einen Hacker-Angriff handelt, konnte bisher nicht bestätigt werden. Laut koreanischen Medienberichten untersuchen Behörden den Fall jedoch aktuell.

Not your keys, not your coins

Das Problem, das sich am Horizont des möglichen Upbit-Hacks abzeichnet, ist in der Krypto-Welt unter dem Bonmot „Not your keys, not your coins“ bekannt. Wer seine Kryptowährungen auf Hot Wallets von Bitcoin-Börsen lagert, hat damit keine volle Kontrolle über die eigenen Kryptowährungen. Dabei handelt es sich um ein Problem, das im Krypto-Sektor oft auftaucht: Während Kryptowährungen häufig relativ sicher sind – man denke hier etwa an den Proof-of-Work-Mechanismus hinter Bitcoin – sind es die Handelsplätze oft nicht.

So locken sie Angreifer immer wieder mit zentralen Angriffspunkten – den sogenannten Single Point of Failure – durch die digitale Diebe in die Infrastrukturen der Börsen eindringen und von dort aus Kryptowährungen stehlen können. Selbst Binance, eine der bekanntesten Krypto-Börsen, wurde Opfer eines solchen Angriffs. Erst im Mai dieses Jahres beklagte die Börse den Verlust von über 7.000 Einheiten der Kryptowährung Bitcoin. Zwar konnte das Unternehmen die Nutzer aus eigenen Taschen entschädigen. Am grundlegenden Sicherheits-Trade-Off bei Krypto-Börsen änderte das jedoch bislang nichts.

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