Mercedes-Benz entwickelt Blockchain-Prototyp

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der deutsche Autobauer Mercedes-Benz will sich in einem neuen Pilotprojekt die Vorteile der Blockchain-Technologie zunutze machen. Gemeinsam mit dem Unternehmen Icertis hat Mercedes einen Blockchain-Prototypen entwickelt, der mehr Nachhaltigkeit und Transparenz in komplexen Lieferketten garantieren soll.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Mercedes-Benz reiht sich in die Riege der Blockchain-aktiven Großkonzerne ein. In einer strategischen Zusammenarbeit mit Icertis, einem Anbieter von Cloud-Dienstleistungen für Unternehmen, hat der Autobauer aus Sindelfingen einen Blockchain-Prototypen entwickelt, der seine Liefer- und Wertschöpfungsketten möglicherweise revolutionieren wird. Wie aus einer Pressemitteilung der Daimler-Benz AG vom 25. Februar hervorgeht, soll der Prototyp nun in die Pilotphase eintreten. Danach sollen bei der Kooperation vor allem die Aspekte Nachhaltigkeit und Transparenz im Vordergrund stehen.

Die Weitergabe von Verträgen an jedes Mitglied der Lieferkette insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und ethisches Verhalten ist die Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Der Blockchain-Prototyp eröffnet völlig neue Wege, Einkaufsprozesse einfacher und sicherer zu gestalten,

kommentiert Sabine Angermann, Bereichsleiterin Einkauf und Lieferantenqualität für Rohmaterial und Strategie bei Mercedes-Benz Cars.

Erste Blockchain-Erfahrung ist bereits vorhanden

Wilko Stark, Vorstandsmitglied des Bereichs Einkauf und Lieferantenqualität bei Mercedes-Benz Cars, lobt ebenfalls das Potenzial der Distributed-Ledger-Technologie:

Mit unserem Blockchain-Prototypen testen wir im ersten Schritt eine der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten mit dem Ziel, mehr Transparenz in den Lieferketten über unsere direkten Lieferanten hinaus zu schaffen.

Mercedes möchte indes nicht nur ihre direkten Lieferanten in die Pflicht nehmen. So sollen Standards bezüglich der Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Geschäftsethik und Umweltschutz auch für deren Lieferanten – also Daimlers Sub-Lieferanten – gelten. Der Pilotversuch lotet nun die Blockchain-Akzeptanz der Vertragspartner aus.

Dabei handelt es sich bei der Zusammenarbeit mit Icertis nicht um die ersten Blockchain-Gehversuche der Daimler AG. So hat die Daimler AG bereits im Jahr 2017 mit Unterstützung der LBBW einen 100 Millionen Euro schweren Schuldschein über die Blockchain emittiert.

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