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Daimler platziert Schuldschein über die Blockchain

Quelle: © Rainer Schmittchen - Fotolia.com

Daimler platziert Schuldschein über die Blockchain

In einem Pilotprojekt konnte Daimler einen wichtigen Fortschritt in Sachen Blockchain-Nutzung verkünden. Der Autokonzern hat gemeinsam mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einen Schuldschein erfolgreich via Blockchain emittiert.

Der Schuldschein umfasst 100 Millionen Euro, hat eine Laufzeit von einem Jahr und wurde von vier Investoren gezeichnet: von der LBBW selbst und den Kreissparkassen Essslingen-Nürtingen, Ludwigsburg sowie Ostalb. Fast der gesamte Prozess konnte über die Blockchain durchgeführt werden. Angefangen bei der Initiierung, der Zuteilung und dem Vertragsabschluss bis hin zur Zinszahlungs- und Rückzahlungsbestätigung konnte alles über die Blockchain abgebildet werden.

Allerdings hat sich bei diesem Projekt mal wieder gezeigt, dass die technologischen Möglichkeiten deutlich weiter sind als die gegenwärtige Regulierung. Da Finanztransaktionen ausschließlich via Blockchain nicht erlaubt sind, mussten einige Prozesse parallel laufen. So wurden die regulatorischen Aspekte auch außerhalb des Blockchain-Ökosystems aufgezeichnet und abgewickelt.

Laut dem Treasury-Chef von Daimler, Kurt Schäfer, sollte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis Kapitalmarkttransaktionen vollständig über eine Blockchain laufen können. Entsprechend muss auf die Erlaubnis der Regulierungsbehörden gewartet werden – technisch wäre es auch heute schon möglich.

Im nächsten Schritt kann man sich vorstellen auch das Konsortialkreditgeschäft und die Exportfinanzierung via Blockchain darzustellen. Hauptmotivation ist hier, wie bei anderen Blockchain-Anwendungen auch, die Automatisierung über Smart Contracts, die wiederum zu Kosten- und Zeiteinsparungen führen kann.

Neben Effizienzvorteilen kann die Blockchain auch für mehr Sicherheit, Transparenz und Datenintegrität sorgen. Schließlich haben alle beteiligten Akteure – Banken, Emittenten und Investoren – Einsicht über den aktuellen Stand sowie alle getätigten Transaktionen, die nur im Konsens, dezentral und kryptografisch gesichert, abgewickelt werden können.

Das Blockchain-Pilotprojekt von Daimler bietet auch in Zukunft noch viele Anknüpfungspunkte. Insbesondere der Bereich Supply Chain Management würde sich gut mit Blockchain-Prozessen im Finance-Bereich kombinieren lassen. So könnten beispielsweise Lieferungen bzw. Lieferdokumente über eine Blockchain getracked und an automatische Finanzierungsprozesse gekoppelt werden.

In den nächsten Monaten und Jahren ist zu erwarten, dass noch viel aus dieser Richtung von Daimler und anderen Unternehmen kommen wird.

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